Traum geplatzt! Ex-Dynamo Poté und Ex-Auer Soukou knapp gegen Senegal ausgeschieden

Kairo (Ägypten) - Aus und vorbei für Mickaël Poté (34) und Cebio Soukou (26)! Die beiden in Deutschland bekannten Kicker sind mit dem Benin im Afrika-Cup-Viertelfinale knapp mit 0:1 gegen den Senegal ausgeschieden.

Raus mit Applaus: Für die aufopferungsvolle Leistung des Benin gab es von den Fans vor Ort viel Beifall.
Raus mit Applaus: Für die aufopferungsvolle Leistung des Benin gab es von den Fans vor Ort viel Beifall.  © DPA

Das goldene Tor im Stadion des 30. Juni erzielte Idrissa Gueye vom FC Everton nach Vorlage von Superstar Sadio Mané in der 69. Minute.

Dabei tat sich der Favorit mit dem Außenseiter schwer. Zwar hatten die "Teranga-Löwen" mehr Ballbesitz, gute Chancen blieben allerdings lange Zeit Mangelware.

So wäre auf der anderen Seite der Benin beinahe in Führung gegangen. Einen Freistoß von der linken Seite brachte Soukou mit viel Schnitt in die Mitte, wo Poté stand, die Kugel mit der Hacke in Richtung Tor verlängerte - den Kasten aber um Zentimeter verfehlte!

Ob Senegals Keeper Amigo Gomis da noch herangekommen wäre, darf bezweifelt werden.

Als Soukou kurz vor der Pause dann Senegals bulligen Innenverteidiger Kalidou Koulibaly mit viel Wucht das Spielgerät abnahm, abzog und das Leder unter die Latte hämmerte, währte die Freude nur kurz: Denn Schiedsrichter Mustapha Ghorbal (Algerien) hatte ein Foul des aktuell bei Arminia Bielefeld unter Vertrag stehenden Angreifers gesehen und zeigte ihm die Gelbe Karte.

So blieb es zur Pause beim 0:0. Im zweiten Durchgang hätte Gomis fast ein Eigentor des Jahres fabriziert: Bei einem Rückpass hatte der Torwart vom italienischen Erstligisten SPAL offenbar zwei Gedanken im Kopf und traf den Ball auf dem holprigen Untergrund überhaupt nicht.

Slapstick-Aktion des eigenen Keepers weckt den Senegal auf

Für Cebio Soukou (l.) und Mickaël Poté (r.), der verletzt in der 77. Minute vom Platz getragen werden musste, ist das Fußballmärchen mit dem Benin vorbei. (Bildmontage)
Für Cebio Soukou (l.) und Mickaël Poté (r.), der verletzt in der 77. Minute vom Platz getragen werden musste, ist das Fußballmärchen mit dem Benin vorbei. (Bildmontage)  © DPA

Der kugelte anschließend aufs Tor zu, ging durch seinen Effet allerdings knapp am Kasten vorbei - Glück für den Senegal!

Das schien ein Weckruf für die "Teranga-Löwen" zu sein: Denn nun spielte der Favorit mit Tempo nach vorne und ließ auch seine höhere individuelle Klasse immer wieder aufblitzen.

Das Tor des Tages fiel nach einer starken Kombination zweier Premier-League-Profis.

Gueye bekam im Mittelfeld die Pille zugespielt, bediente Mané, der den Ball geschickt hielt und trotz arger Bedrängnis zurück zu Gueye spitzelte.

Der war mutig und in höchstem Tempo nach vorne durchgelaufen, sprintete an seinen Gegenspielern vorbei, war frei vor Benin-Keeper Saturnin Allagbé und ließ diesem mit seinem Schuss in die lange Ecke nicht den Hauch einer Chance.

Anschließend mussten die "Eichhörnchen" den knappen Rückstand mehrfach mit letzter Kraft verteidigen.

Eigene Offensivakzente konnten der Benin nicht mehr setzen. Das Märchen ist für Poté und Soukou damit zu Ende. Dennoch war der Afrika-Cup für die beiden und ihr Land der größte Erfolg in der Fußballhistorie des kleinen Staates.

Titelfoto: DPA

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