Wunder des Benin: Auf Poté und Soukou wartet nun Mané!

Kairo (Ägypten) - Es war die Sensation des bisherigen Afrika-Cups: Mickaël Poté (34) und Cebio Soukou (26) gewannen mit dem Benin im Achtelfinale mit 4:1 im Elfmeterschießen gegen den haushohen Favoriten Marokko und zogen in die Runde der letzten Acht ein (TAG24 berichtete).

Sadio Mané (l.) schoss den Senegal durch sein Tor zum entscheidenden 1:0 gegen Uganda ins Viertelfinale des Afrika-Cups.
Sadio Mané (l.) schoss den Senegal durch sein Tor zum entscheidenden 1:0 gegen Uganda ins Viertelfinale des Afrika-Cups.  © DPA

Dort wartet am 10. Juli nun ein weiteres afrikanisches Top-Team auf die "Eichhörnchen": Der Senegal. Die "Teranga-Löwen" setzten sich mit ein wenig Glück gegen Underdog Uganda knapp mit 1:0 durch.

Den Treffer erzielte, natürlich, Superstar Sadio Mané von Jürgen Klopps FC Liverpool. Den Fixpunkt in der starken Offensive muss der Benin so gut es geht ausschalten, wenn er erneut für eine große Überraschung sorgen will.

Denn Mané ist mit aktuell drei Treffern aus vier Spielen auch der Führende der Torschützenliste des Wettbewerbs.

Neben ihm sind mit den Abwehrkanten Kalidou Koulibaly (SSC Neapel) und Cheikhou Kouyaté (Crystal Palace) weitere Schwergewichte im Team. Ein Salif Sané vom FC Schalke 04 sitzt beispielsweise auf der Bank. Dazu kommen auch noch Keita Baldé (AS Monaco), Ismaila Sarr und M'Baye Niang (beide FC Stade Rennes), die weitere namhafte Spieler im Kader von Trainer Aliou Cissé sind.

Dem Benin bleibt deshalb erneut nur die Außenseiterrolle - mit der kam die Mannschaft bislang aber gut zurecht!

Der Einzug des Benins um Mickaël Poté und Cebio Soukou ins Achtelfinale ist ein Fußballmärchen

Freudentaumel: Mickaël Poté (l.) und Cebio Soukou nach dem hart erkämpften Sieg mit dem Benin gegen Marokko.
Freudentaumel: Mickaël Poté (l.) und Cebio Soukou nach dem hart erkämpften Sieg mit dem Benin gegen Marokko.  © imago images / Xinhua

Gerade die beiden Spieler, die in Deutschland bekannt sind, wissen, worauf es ankommt: Soukou, der früher beim FC Erzgebirge Aue und dem FC Hansa Rostock spielte und seit dem 1. Juli bei Arminia Bielefeld unter Vertrag steht, bereitete das 1:0 im Achtelfinale mit seinem Eckball vor.

Poté konnte offensiv in dieser Partie zwar keine Akzente setzen, sorgte aber mit seinem Doppelpack im ersten Vorrundenspiel gegen Ghana auch dafür, dass der Benin überhaupt so weit kommen konnte.

Er spielt übrigens nicht wie in seiner Zeit bei Dynamo Dresden als Mittelstürmer, sondern wird auf der rechten Offensivseite eingesetzt. Poté bildet also gemeinsam mit Soukou, der die linke Seite beackert, die Flügelzange der Eichhörnchen.

Für die glich das Erreichen des Viertelfinales nach drei Unentschieden in der Vorrunde einem Wunder: Denn das Land mit knapp elf Millionen Einwohnern hatte sich bislang erst vier Mal überhaupt für den Afrika-Cup qualifiziert.

2004 waren die Eichhörnchen mit einem Torverhältnis von 1:8 und drei Niederlagen in der Vorrunde ausgeschieden, 2008 ereilte sie dasselbe Schicksal, ehe am 12. Januar 2010 beim 2:2 gegen Mosambik immerhin der erste Punkt in der Geschichte des Benin geholt werden konnte - Poté spielte damals übrigens auch schon mit!

Dennoch kam die kleine Nation aus Westafrika erneut nicht über die Vorrunde heraus. Nun, 2019, wollen die "Eichhörnchen" ein weiteres Kapitel ihres Wunders schreiben.

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