Miet-Explosionen in Köln und Düsseldorf: Andere NRW-Städte immer billiger

Düsseldorf/Berlin - In beliebten Großstädten in NRW schießen Mieten und Immobilien-Preise seit Jahren in die Höhe - aber keineswegs überall. Im Ruhrgebiet und in Teilen des Niederrheins sind sie sogar gesunken.

Neubau-Siedlung in Gelsenkirchen: Die Stadt im Ruhrgebiet ist die günstige Großstadt zum Immobilien-Kauf in der gesamten Bundesrepublik.
Neubau-Siedlung in Gelsenkirchen: Die Stadt im Ruhrgebiet ist die günstige Großstadt zum Immobilien-Kauf in der gesamten Bundesrepublik.  © DPA

In Essen, Duisburg, Oberhausen, Wuppertal, Hagen und Mönchengladbach etwa lagen die Mieten 2018 real - also unter Berücksichtigung der Inflationsrate - unter dem Niveau des Jahres 2005.

Das geht aus dem am Dienstag in Berlin vorgestellten Frühjahrs-Gutachten des Zentralen Immobilien-Ausschusses (ZIA) hervorgeht. Ganz anders war die Situation allerdings in Köln und Düsseldorf.

Das Gutachten zeigte einen tief gespaltenen Immobilienmarkt in NRW. Vor allem in den altindustriellen Städten Nordrhein-Westfalens sei die Situation auf dem Wohnungsmarkt nach wie vor entspannt.

Das liegt auch daran, dass viele der Städte wie Remscheid, Hagen, Gelsenkirchen oder Oberhausen in den vergangenen Jahren Einwohner verloren hätten, berichtete der Rat der Immobilien-Weisen.

Das wirkte sich nicht nur dämpfend auf die Mieten aus. In Hagen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Herne, Duisburg, Mühlheim, Remscheid und Wuppertal waren dem Gutachten zufolge 2018 auch die Kaufpreise für Wohnimmobilien real niedriger als 2005.

Gelsenkirchen war mit einem mittleren Kaufpreis für Wohnungen von knapp unter 1000 Euro je Quadratmeter laut Gutachten sogar bundesweit die günstigste Großstadt zum Immobilien-Kauf.

Kaufpreise für Wohnungen stiegen 2018 in Köln und Düsseldorf um zehn Prozent

Ganz anders war die Situation allerdings in Köln und Düsseldorf. In Köln stiegen die Neuvertrags-Mieten allein im vergangenen Jahr um 4,7 Prozent, in Düsseldorf sogar um 4,9 Prozent.

Die Kaufpreise für Eigentums-Wohnungen erhöhten sich im gleichen Zeitraum in Düsseldorf um 9,6 Prozent und in Köln sogar um 10,7 Prozent.

Doch waren die Rheinmetropolen bei weitem nicht die einzigen Städte in NRW, in denen Immobilienbesitzer sich über kräftige Wertsteigerungen freuen konnten.

So stiegen die Kaufpreise für viele Bestandsimmobilien seit 2005 in Bonn um fast 100 Prozent und in Bielefeld immerhin noch um etwas mehr als 50 Prozent.

In Köln - wie hier in der Südstadt - stiegen die Neuvertrags-Mieten 2018 um 4,7 Prozent.
In Köln - wie hier in der Südstadt - stiegen die Neuvertrags-Mieten 2018 um 4,7 Prozent.  © DPA

Titelfoto: dpa Montage


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