Migranten über die Grenze geschmuggelt? Bundespolizei ermittelt gegen Deutschen

Rosenheim - Am Montag nahm die Rosenheimer Bundespolizei auf der Inntalautobahn einen mutmaßlichen Schleuser fest. Der Deutsche fuhr mit zwei Libanesen in seinem Wagen, die sich nicht ausweisen konnten.

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle zweier Hauptschleuserrouten: der Balkan- und der Brennerroute.
Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle zweier Hauptschleuserrouten: der Balkan- und der Brennerroute.  © Bundespolizei München

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, ist der deutsche Fahrer bereits vorbestraft und auf Bewährung. Wenn ihm die Schleuserei nachgewiesen werden kann, könnte das also weitreichende Folgen für ihn haben.

Der 42-Jährige war in der Vergangenheit wegen der illegalen Einfuhr von Drogen zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

Jedoch musste er nur einen Teil dieser Freiheitsstrafe absitzen, der Rest wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Wird der Mann nun als Schleuser überführt, müsste er seine restliche Bewährungsstrafe im Gefängnis absitzen. Zusätzlich käme noch eine Strafe wegen Einschleusens von Ausländern obendrauf.

Die beiden Libanesen, die mit dem Deutschen unterwegs waren, konnten sich nicht ordnungsgemäß ausweisen. 40 und 26 Jahre alt sollen die beiden Männer nach ersten Informationen der Polizei sein.

Die beiden Migranten wurden wegen illegaler Einreise angezeigt und müssen das Land wahrscheinlich schon bald wieder verlassen.

Der deutsche Fahrer wollte sich zu den Vorwürfen vorerst nicht äußern. Die Ermittlungen dauern an.