Volksverhetzung? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Abschlussklasse mit rechten Parolen auf Shirts

Mihla - Nach dem Skandal um eine Abschlussklasse der Regelschule in Mihla hat sich nun die Staatsanwaltschaft aus Meiningen in die Ermittlungen eingeschaltet, so der MDR.

Im Thüringer Verfassungsschutzbericht von 2014 wurde die Band als rechtsextrem bezeichnet.
Im Thüringer Verfassungsschutzbericht von 2014 wurde die Band als rechtsextrem bezeichnet.  © DPA

Anfang Juni hatte sich die Klasse nach ihrem Abschluss mit Shirts und einem Banner gezeigt, die beide mit rechten Parolen beschriftet waren. (TAG24 berichtete)

Möglich soll das gewesen sein, weil die meisten Schüler bei dem Spruch "Raus mit den Viechern", der besonders von der rechtsextremen Familie Ritter aus Köthen geprägt wurde, und dem Bannerspruch "Trotz Verbot sind wir nicht tot", einer Liedzeile einer rechtsextremen Band, den Hintergrund nicht erkannten, sondern auf Ereignisse in der Schule bezogen.

Nach dem Bekanntwerden der Aktion, die besonders von einem Schüler der Klasse geplant worden sein soll, zeigten sich nicht nur die Eltern entsetzt, sondern auch die Schulleitung.

Das Schulamt zeigte die Klasse nur wenige Tage später an (TAG24 berichtete), nun hat sich auch die Staatsanwaltschaft in die Ermittlungen eingeklinkt.

Nun werde wegen einer politischen Straftat ermittelt und geprüft, ob der Fall den Tatbestand einer Volksverhetzung erfülle. Die Abschluss-Shirts werden die Klasse wohl noch eine Weile verfolgen.

Auch bei Konzerten aus rechten Szene, wie hier in Themar, werden immer wieder Shirts mit Nazi-Parolen, oder Symbolen getragen.
Auch bei Konzerten aus rechten Szene, wie hier in Themar, werden immer wieder Shirts mit Nazi-Parolen, oder Symbolen getragen.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Antifaschistische Linke Eisena

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