Drei Tote in Hotelpool: Konnten die Urlauber gar nicht schwimmen?

Mijas (Spanien) - Nach dem tragischen Tod dreier Urlauber im Pool des spanischen Hotel-Resorts "CLC Club La Costa World" (TAG24 berichtete) gibt es Hinweise, dass das Trio nicht schwimmen konnte.

Zivilschutztaucher arbeiten an einem Schwimmbad in der Ferienanlage Club La Costa World in der Nähe von Malaga
Zivilschutztaucher arbeiten an einem Schwimmbad in der Ferienanlage Club La Costa World in der Nähe von Malaga  © DPA/Uncredited/AP

Eine Neunjährige soll an Heiligabend gegen 13.30 Uhr in den Hotelpool gegangen sein und dann heftige Probleme bekommen haben.

Erst sprang ihr Bruder (15) in den Pool und wollte helfen, danach auch der Vater (52). Lediglich die Mutter und ein weiteres Kind der Familie sprangen nicht in den Unglückspool und überlebten.

Die beiden riefen verzweifelt um Hilfe. Personal eilte herbei, konnte alle drei aber nur tot aus dem Pool ziehen.

Die spanische Tageszeitung "Sur" schreibt, dass Badekleidung am Boden des Pools gefunden wurde. Möglich, dass eine Pumpe zu stark saugte und ein Kleidungsstück vom Körper eines Verunglückten riss.

Einer der Helfer gab ebenso bei den Behörden zu Protokoll, dass auch er Probleme hatte, aus dem Wasser zu kommen.

Die Ermittlungen konzentrierten sich deshalb zuerst darauf, die Pumpen des Schwimmbeckens zu kontrollieren. Doch nichts wurde gefunden. Zwischenzeitlich kann man sogar schon wieder dort baden gehen.

Doch dann wurde die überlebende Tochter zum Verhör bei der Polizei eingeladen und sagte laut "Bild" aus, dass alle drei gar nicht schwimmen können!

Nichtschwimmer ertranken im Pool

Ein Hotelgast bestätigte gegenüber den britischen Sky News, dass die Pools sicher sein sollen. Seine Familie war angeblich schon mehrfach in der Anlage zu Gast und hatte nie Probleme.

Laut Bild sollen der Junge und sein Vater etwa 1,90 Meter groß gewesen sein. Der kleine Pool sei indes nicht tiefer als zwei Meter. Warum sie sich nicht selbst retten konnten, ist deshalb unklar. Auf Fotos sind auch sechs Stufen und zwei Geländer am Becken zu erkennen.

Die Obduktion ergab zwischenzeitlich, dass alle drei durch Ertrinken starben. Dass keiner der drei schwimmen konnte, erscheint somit als nicht unwahrscheinlich.

Titelfoto: DPA/Uncredited/AP

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