Neue Morddrohungen gegen Mike Mohring: Vergleiche zu Attentat auf Henriette Reker

Erfurt - Thüringens CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring hat erneut eine Morddrohung erhalten. Dieses Mal sei das Schreiben per E-Mail gekommen, sagte Mohring in einem am Sonntag bei Twitter veröffentlichten Video.

Mike Mohring in seinem Video und der E-Mail, die er später veröffentlichte. (Bildmontage)
Mike Mohring in seinem Video und der E-Mail, die er später veröffentlichte. (Bildmontage)  © Screenshot/twitter/Mike Mohring

"Bis heute Mittag um 12.00 sollte ich meinen Wahlkampf einstellen. Das haben Rechtsextremisten von mir gefordert in einer E-Mail, die ich vorgestern Nacht bekommen habe", sagte Mohring in dem Video.

Und weiter: "Wenn ich das nicht tue, dann wollen sie mich abstechen, so wie die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, oder gar eine Autobombe zünden." Später stellte er auch ein Foto der E-Mail bei Twitter ein. Die Thüringer wählen am 27. Oktober einen neuen Landtag.

Unterschrieben wurde das Schreiben zudem mit rechtsextremen Ausrufen, zudem würde man die ausgesuchten Opfer erst "versklaven und dann vernichten".

Das Landeskriminalamt ermittle bereits wegen eines neuen Drohschreibens, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale der Polizei am Sonntag auf dpa-Anfrage. Zum genauen Inhalt des Schreibens konnte er aber keine Angaben machen. Schon Ende September war eine Morddrohung gegen Mohring bekannt geworden.

Kölns Oberbürgermeisterin Reker (parteilos) war im Oktober 2015 kurz vor ihrer Wahl von einem Rechtsextremisten mit einem Messer in den Hals gestochen worden.

Titelfoto: Screenshot/twitter/Mike Mohring

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