Millionen-Knatsch! Ist das Kulturkraftwerk noch zu retten?

Bei der Finanzierung der Mehrkosten am Kraftwerk Mitte legte sich Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (52, CDU) mit dem Stadtrat an.
Bei der Finanzierung der Mehrkosten am Kraftwerk Mitte legte sich Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (52, CDU) mit dem Stadtrat an.

Von Dirk Hein

Dresden - Steht das Kraftwerk Mitte auf der Kippe? Nach Teuerungen fehlen derzeit 4,2 Millionen Euro für das Vorzeigeprojekt. Um dieses Loch zu stopfen, will Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (52, CDU) ein Grundstück an der Ringstraße verkaufen.

Damit biss er sich am Montag im Finanzausschuss die Zähne aus. Die „Luft“ für das Kraftwerk wird damit immer knapper...

„Wir können dem Grundstück geplanten Bauprojekt nicht einfach zustimmen, wir lassen es uns schlicht nicht unterjubeln“, so Tilo Wirtz (Linke, 48). Aus Sicht von Rot-Rot-Grün sollte der Finanzausschuss zwar das Geld zur Verfügung stellen, aber erst später klären, wo die Extra-Millionen herkommen. Das wollte Finanzchef Vorjohann nicht.

Nach langem Hin und Her zog der die Vorlage „für ein Projekt, was ich eh nicht besonders liebe“ einfach zurück. „Warten wir mal ab, was jetzt passiert. Sie können meine Entscheidung später rechtlich prüfen lassen“, so Vorjohann. Die Folge wären mehrere Wochen Bauverzug und damit, vertraglich fixiert, im Extremfall bis zu 13 Millionen Euro Mehrkosten.

In letzter Minute vertagte sich der Finanzausschuss. Im Laufe der Woche muss geklärt werden, ob der Finanzbürgermeister die Vorlage überhaupt zurückziehen durfte.

Fotos: Petra Hornig, Holm Helis


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