Penis-OP gescheitert: Gutachter rät Mann, 40 Kilo abzuspecken

Ein Trucker (52) hat das Klinikum Minden wegen einer gescheiterten Penis-OP verklagt und ist gescheitert. (Symbolbild)
Ein Trucker (52) hat das Klinikum Minden wegen einer gescheiterten Penis-OP verklagt und ist gescheitert. (Symbolbild)  © dpa/123RF

Minden - Ein Trucker (52) aus Porta Westfalica hat sich im Klinikum Minden an seinem Penis operieren lassen, weil er an der seltenen Krankheit Morbus lichen leidet. Diese OP brachte keinen Erfolg, sodass er die Klinik verklagte.

Seit vielen Jahren leidet der 52-Jährige unter der Autoimmunkrankheit Morbus lichen, bei der es zur Verhornung von Gewebe insbesondere im Genitalbereich kommt.

Dieses außergewöhnliche Leiden bereitete dem Mann starke Probleme beim Pinkeln und beim Sexualleben. Beides führte immer zu schweren Schmerzen, so das Westfalen-Blatt.

Wegen der Krankheit hat er sich in die Urologie der Mühlenkreiskliniken in Minden begeben, wo die Ärzte ihn operiert haben. Ziel war es, die Vorhaut des Patienten von der Eichel zu trennen.

Laut des Düsseldorfer Sachverständigen Dr. Volker Müller-Mattheis eine "komplizierte Operation", hieß es weiter. So war die OP nicht erfolgreich und der Trucker litt auch danach an den Schmerzen.

Deshalb verklagte er die Ärzte, weil sie "unzureichend gearbeitet" hatten. Er forderte Schadensersatz und Schmerzensgeld.

Vor dem Landgericht Bielefeld ist die Klage jedoch gescheitert. Die Richter haben sich auf die Ausführungen des Gutachters gestützt. Ein weiterer Grund sei gewesen, dass der Patient an Übergewicht leide und so der Zugang zum Penis schwierig war.

Der Gutachter hat dem 52-Jährigen zum Abschluss geraten: "Wenn Sie 40 Kilo abnähmen, wäre die Sache einfacher."

Titelfoto: dpa/123RF


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