45-Jährige wird ungewollt schwanger und verklagt deshalb ihren Frauenarzt

Kreis Minden-Lübbecke/Hamm - Es klingt ein wenig skurril: Eine 45-Jährige aus dem Kreis Minden-Lübbecke verklagte ihren Gynäkologen auf 50.000 Euro Schmerzensgeld sowie Unterhalt, weil sie ungewollt schwanger wurde.

Eigentlich wollte die mehrfache Mutter keine Kinder mehr bekommen. (Symbolbild)
Eigentlich wollte die mehrfache Mutter keine Kinder mehr bekommen. (Symbolbild)  © DPA

Die Frau hat bereits mehrere Kinder und ließ bei ihrem Frauenarzt den "Anti-Müller-Hormon-Wert" bestimmen. Der gibt an, wie fruchtbar eine Frau ist. Bei der 45-Jährigen lag der Wert bei unter 0,1, was so viel wie die Menopause bedeutet.

Deshalb wagte sie es, die Pille abzusetzen, wie der WDR berichtet. Doch dann kam die Überraschung! Plötzlich war die Frau wieder schwanger und brachte später einen Jungen auf die Welt.

Weil sie die ungewollten späten Mutterfreuden nicht einfach so akzeptieren wollte, verklagte sie ihren behandelnden Gynäkologen.

Doch wie bereits das Landgericht Bielefeld urteilte, fand auch das Oberlandesgericht Hamm, dass der Arzt die 45-Jährigen weder falsch informiert noch fehlerhaft behandelt habe.

Die Frau will das Urteil nicht hinnehmen. Sie soll sich bereits an den Bundesgerichtshof gewandt haben.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0