Reformations-Jubiläum! Minden feiert wie zu Luthers Zeiten

Der Laienschauspieler Andreas Bentrup als Reformator Nikolaus Krage in der Mindener St.-Martini-Kirche.
Der Laienschauspieler Andreas Bentrup als Reformator Nikolaus Krage in der Mindener St.-Martini-Kirche.  © DPA

Minden - Luther war zwar nie in Westfalen, seine reformatorischen Gedanken fanden ihren Weg jedoch über Schüler in die Region. Am Wochenende feiert die Reformationsstadt Minden ihre Geschichte als wichtiger Schauplatz für die historischen Ereignisse vor rund 500 Jahren.

Das Reformationsjahr hat wortwörtlich Fahrt aufgenommen: Ein großer Truck tourt seit dem Auftakt Ende Oktober durch Europa und macht Halt an bedeutsamen Orten für die evangelische Kirchengeschichte. Die Stadt an der Weser ist eine von 67 Reformationsstädten, die die evangelische Kirche mit dem europäischen Stationenweg verbinden will.

In der Innenstadt sind die Bürger am Wochenende eingeladen, die reichen historischen Beziehungen zur Reformation zu entdecken. In und um das "Geschichtenmobil" auf dem Martinikirchhof finden eine Reihe von Veranstaltungen statt. 

Seit Freitag hat das "Luther-Dorf" seine Tore geöffnet. In historischer Kleidung vermitteln Laiengruppen und Darsteller Eindrücke von Kunst, Kultur, Mode und Alltagsleben zu Luthers Zeiten. Chöre und Musikgruppen treten das ganze Wochenende über auf, Gottesdienste finden ebenso statt.

In Nordrhein-Westfalen gehören daneben auch Wuppertal, Detmold und Lemgo zu den Reformationsstädten. Dort wird der Truck aber erst im kommenden Frühjahr Station machen. Nach einjähriger Reise wird das Geschichtenmobil in Wittenberg erwartet, wo vor 500 Jahren Martin Luther mit seinen Thesen die Umwälzungen und Umbrüche in der Kirche in Gang setzte.

Titelfoto: DPA


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