Grund für vergiftetes Geflügel-Futter gefunden

Minden/Münster – Das mit PCB belastete Futter, das für die Sperrung zahlreicher Geflügelbetriebe verantwortlich ist (TAG24 berichtete), stammt vom Futtermittelhersteller Agravis.

Der Futtermittelhersteller Agravis hat das vergiftete Futter in Umlauf gebracht.
Der Futtermittelhersteller Agravis hat das vergiftete Futter in Umlauf gebracht.  © DPA

Mehrere hundert Tonnen des belasteten Geflügelfutters seien in Umlauf gekommen, bestätigte das Unternehmen mit Sitz in Münster und Hannover am Donnerstag auf Anfrage.

Der giftige Stoff sei in einer Niederlassung im ostwestfälischen Minden in das Geflügelfutter geraten. In zwei Verladezellen war offenbar Lack abgeblättert und hatte das Futter verunreinigt, wie die Behörden zuvor mitgeteilt hatten.

"Das Futter wurde gesperrt und bereits ausgelieferte Ware ausgetauscht", teilte die Agravis Raiffeisen AG mit.

Man bedauere den Vorfall und habe Maßnahmen ergriffen, um Ähnliches in Zukunft zu vermeiden. Die betroffenen Verladezellen würden derzeit nicht genutzt und von einem Gutachter untersucht. "Eine schnellstmögliche Sanierung wird vorbereitet", hieß es weiter.

Betroffen sei allerdings nur ein geringer Teil der Gesamtproduktion am Standort: "Wir reden über weniger als ein Fünftel einer Tagesproduktion", sagte der Sprecher.

Mehrere Geflügelbetriebe musste gesperrt werden. (Symbolbild)
Mehrere Geflügelbetriebe musste gesperrt werden. (Symbolbild)  © DPA

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