Aus Rache an Gesellschaft: 57-Jähriger fährt Fußgängerin tot

Bielefeld - Der Prozess um eine willkürlich totgefahrene Fußgängerin am Landgericht Bielefeld ist am Freitag bereits nach wenigen Minuten wieder unterbrochen worden.

Der Prozess war am Freitagmorgen schnell wieder unterbrochen.
Der Prozess war am Freitagmorgen schnell wieder unterbrochen.  © DPA

Nachdem die Staatsanwaltschaft zum Auftakt ihre Anklage verlesen hatte, vertagte der Vorsitzende Richter Georg Zimmermann den Prozess auf den 2. Juli. Dem 57 Jahre alten Angeklagten aus Minden wird heimtückischer Mord vorgeworfen.

Der Deutsche soll im Dezember 2017 mit seinem Auto eine ihm unbekannte Fußgängerin von hinten mit voller Absicht angefahren haben (TAG24 berichtete). Trotz mehrerer Operationen starb die 53-Jährige im März (TAG24 berichtete).

Nach Ansicht der Ermittler soll der Angeklagte das Opfer aus allgemeinen Wut- und Rachegefühlen gegenüber der Gesellschaft absichtlich umgefahren haben.

Der Grund für die Vertagung: Der Prozess musste wegen einer Sechs-Monats-Frist noch vor dem Wochenende starten, da der Angeklagte bereits seit fast einem halben Jahr in Untersuchungshaft sitzt. Da aber der Verteidiger des 57-Jährigen im Urlaub ist, schickte er eine Vertreterin.

Alle Prozessbeteiligten einigten sich daher im Vorfeld darauf, in die Beweisaufnahme erst Anfang Juli einzusteigen.

Titelfoto: DPA


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