Fahrer eingeklemmt: Muldenkipper kracht auf Lkw und schleudert in Hauswand

Minden - Bei einem heftigen Unfall mit einem Schwertransporter krachte am Donnerstagmorgen ein Muldenkipper in die Fensterfront eines leer stehenden Geschäfts. Dabei wurde der Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt und verletzt.

Der Fahrer des Muldenkipper wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt.
Der Fahrer des Muldenkipper wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt.  © Polizei Minden-Lübbecke

Laut Angaben der Polizei fuhr der Fahrer eines Schwertransporters mit Überlänge auf der Kaiserstraße über die Weserbrücke, um anschließend nach rechts in die Hausberger Straße abzubiegen.

Wegen der Länge seines Gespanns musste er von der Rechtsabbiegespur nach links ausscheren. Der hinter ihm fahrende Fahrer eines Muldenkippers bemerkte dieses Fahrmanöver allem Anschein nach zu spät und krachte auf die rund zwei Meter überstehenden Bahnschienen, die der Lkw geladen hatte.

Durch die Wucht des Aufpralls stürzten die Bahnschienen von dem Lkw und knallten auf den Fiat einer 74-jährigen Frau aus Porta Westfalica. Der Muldenkipper hingegen geriet ins Schleudern, kam rechts von der Straße und crashte in die Fensterfront.

Der Lkw-Fahrer aus Hille wurde bei dem Unfall in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr freigeschnitten und anschließend ins Mindener Klinikum gebracht werden.

Nach den Rettungsarbeiten wurden zunächst mit einem Kran die herabgestürzten Schienen mit einem Kran geborgen. Der Schwertransport war aufgrund der Unfallfolgen nicht mehr verkehrssicher und wurde zum Parkplatz Kanzlers Weide geleitet, wo die Schienen umgeladen wurden.

Der Muldenkipper andererseits musste nach dem Crash mit einem speziellen Abschleppwagen für Lkw geborgen werden. Auch der Fiat war nicht mehr fahrbereit und wurde abgeschleppt.

Aufgrund des Unfalls wurde das Nadelöhr rund um die Weserbrücke für über vier Stunden weiträumig gesperrt. Erst gegen 13.20 Uhr konnte der Verkehr wieder rollen. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund eine halben Million Euro.

Titelfoto: Polizei Minden-Lübbecke


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