Spickzettel bei Klausur: Polizei-Karriere für Studenten frühzeitig beendet

Der Spickzettel wird dem Studenten nun die Karriere kosten. (Symbolbild)
Der Spickzettel wird dem Studenten nun die Karriere kosten. (Symbolbild)  © 123RF

Minden - Der Spickzettel, den ein angehender Polizeibeamter aus Rheda-Wiedenbrück, bei seiner Theorieprüfung dabei hatte (TAG24 berichtete), wurde ihm jetzt zum Verhängnis. Das Verwaltungsgericht in Minden wies die Klage des Mannes ab, der behauptet hatte, mit dem Zettel nur gelernt zu haben und dieser ihm nur zufällig aus der Tasche gefallen sei.

Bereits im September letzten Jahres ereignete sich der Vorfall, der nun die angestrebte Polizeikarriere des Mannes früher als gedacht beendet.

Bei einer Wiederholungsklausur zum Thema Strafrecht entdeckte eine Aufsichtsperson unter dem Tisch des Studenten das klein und eng beschriftete Stück Papier. Für die Hochschule ein ganz klarer Fall eines Regelverstoßes. Sie ließ den Mann durchfallen.

Dieser jedoch gab sich damit nicht ab und legte Klage beim Land NRW ein. Denn laut seiner eigenen Aussage war er während der Klausur aufgefordert worden, seine Tasche wegzustellen, wobei der Zettel seiner Auffassung nach auf den Boden gefallen war.

Für die Sprecherin des Verwaltungsgerichts Vivienne Bock ist die Erklärung aber letztlich irrelevant. "Schon das Mitführen eines solchen Zettels ist ein Täuschungsversuch", stellte sie gegenüber der Neuen Westfälischen klar.

Einen Monat hat der Student nun Zeit, um Berufung gegen das Urteil einzulegen.

Titelfoto: 123RF


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