Gehört der Islam zu Sachsen, Herr Dulig?

Martin Dulig (40, re.) im Gespräch mit Ahmed Aslaoui vom Islamischen Zentrum.
Martin Dulig (40, re.) im Gespräch mit Ahmed Aslaoui vom Islamischen Zentrum.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Um Solidarität mit hier lebenden Muslimen zu zeigen, hat Sachsens SPD-Chef und Wirtschaftsminister Martin Dulig (40) das Islamische Zentrum in Dresden besucht - es ist die älteste Moscheegemeinde Sachsens.

Mit dem Vereinsvorstand sprach er über die Erfahrungen der Menschen, die dorthin kommen. Freitags besuchen laut Verein bis zu 150 Gläubige aus aller Welt den Gottesdienst.

„In den vergangenen Wochen haben mir Menschen islamischen Glaubens erzählt, dass sie in Dresden und Sachsen eine Stimmung erleben, wo sie nicht willkommen sind“, so Dulig.

Der Frage, ob auch der Islam zu Sachsen gehöre, wich er aus: „Ich trenne nicht, wer dazugehört und wer nicht dazugehört, sondern wir sind Nachbarn und Freunde.“

Zur Erinnerung: Ministerpräsident Stanislaw Tillich (55, CDU) hatte Ende Januar gesagt, dass der Islam nicht zu Sachsen gehöre, Muslime aber sehr willkommen seien.

Fotos: Steffen Füssel


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