Fühlen Sie sich wohl in Dresden, Frau Ministerin?

Barbara Klepsch im Gespräch mit MOPO-Redakteurin Juliane Morgenroth.
Barbara Klepsch im Gespräch mit MOPO-Redakteurin Juliane Morgenroth.

Von Juliane Morgenroth

Dresden - Ihr Name wurde schon vor Jahren immer wieder gehandelt, wenn es um einen Ministerposten ging: Barbara Klepsch (50). Seit November ist sie es nun - und bereut nicht, dass sie diesmal zugesagt hat.

13 Jahre lang war Barbara Klepsch Oberbürgermeisterin von Annaberg-Buchholz. Regelmäßig fiel ihr Name in Dresden, wenn es galt, Ministerposten zu besetzen. Schließlich war sie schon seit Jahren im Landesvorstand der CDU.

Nach der Wahl 2014 saß sie bei den Koalitionsverhandlungen mit am Tisch. Daher verwunderte es kaum jemand, dass sie im November tatsächlich Sozialministerin wurde. „Schon 2008 wurde ich gefragt. Aber ich hatte gerade die OB-Wahl mit 98 Prozent gewonnen. Es wäre unglaubwürdig gewesen, zu gehen“, sagt Barbara Klepsch.

Dann aber sagte sie zu und verantwortet nun einen Etat in Höhe von etwa 900 Millionen Euro. Sie gibt zu, dass sie Zeit brauchte, um den Karrieresprung nach Dresden zu verarbeiten. Rund um den Jahreswechsel sei es soweit gewesen. Heute sagt sie: „Mir geht’s gut. Ich bin in Dresden angekommen.“

Erster Auftritt als Ministerin: Barbara Klepsch (2.v.l.) in vergagnenen November mit ihren gerade ernannten Ministerkollegen.
Erster Auftritt als Ministerin: Barbara Klepsch (2.v.l.) in vergagnenen November mit ihren gerade ernannten Ministerkollegen.

Das sehr breite Themengebiet sei schon sehr spannend. Sie ist als Ministerin für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz zuständig.

In ihrem Haus gibt es eine weitere Ministerin: Petra Köpping (SPD). Mit ihr habe sie aber meist nicht mehr Kontakt als mit anderen Kollegen.

In Dresden fühle sie sich wohl, sie hat eine Wohnung in der Neustadt. „Doch am Wochenende versuche ich, in Annaberg-Buchholz zu sein. Dort ist meine Familie.“ Es wartet ein Häuschen mit Garten auf dem Dorf.

Eines ihrer wichtigsten Themen, die derzeit auf der Agenda stehen: Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge. Waren es Ende 2014 noch 249, erwartet Sachsen ab Januar 2016 mindestens 1500. Die Verteilung auf die Länder wurde geändert. „Im September soll es eine Kabinettsvorlage zu den Investitionskosten geben“, so die Ministerin.

Fotos: Füssel, Rietschel


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