Falsche Diagnose? Familie von Sänger Prince (†57) verklagt den Arzt

Minneapolis - Vor zweieinhalb Jahren starb Prince (†57). Als offizielle Todesursache wurde von den Behörden eine unabsichtliche Überdosis des Schmerzmittels Fentanyl festgestellt. Doch die Familie des Sängers glaubt nicht an einen Unfall - und geht jetzt gerichtlich gegen dessen Hausarzt vor.

Prince (†57) nutzte einen Decknamen, um an Medikamente zu kommen. Er starb am 21. April 2016 auf seinem Anwesen in Minneapolis.
Prince (†57) nutzte einen Decknamen, um an Medikamente zu kommen. Er starb am 21. April 2016 auf seinem Anwesen in Minneapolis.  © DPA / Arne Geie

Laut dem US-Promi-Portal "TMZ" glauben die Angehörigen des Popstars, dass sein Hausarzt Michael Schulenberg indirekt am Tod des Sängers beteiligt ist.

Demnach habe er angeblich eine falsche Diagnose gestellt und seinem Patienten Schmerzmittel gegeben, anstatt die Tablettensucht des Stars zu behandeln. Aus den Gerichtsdokumenten geht hervor, dass Schulenberg Prince noch am 20. April 2016 behandelte, am 21. April starb der Sänger.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Arzt bestätigt, Prince Medikamente verschrieben zu haben - allerdings unter falschem Namen. Der Künstler selbst oder ein Bodyguard besorgten diese dann bei der Apotheken-Kette Walgreens.

Auch diese wird nun von der Familie verklagt. Inwieweit der Arzt und die Apotheken nun für den Tod des Künstlers belangt werden können, muss jetzt ein Gericht entscheiden.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0