Deshalb ist Miracoli die "Mogelpackung des Jahres"!

Hamburg - Die Verbraucherzentrale Hamburg hat wieder einmal die "Mogelpackung des Jahres 2019" gekürt. Den Gewinner kennen wir dieses Mal alle: Es ist das Nudelgericht "Mirácoli"!

Der "Spaghetti-Klassiker" kommt jetzt ganz ohne Käse daher.
Der "Spaghetti-Klassiker" kommt jetzt ganz ohne Käse daher.  © © Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh)

Mehr als ein Drittel der insgesamt 43.044 abgegebenen Stimmen ging an das Nudelfertiggericht, das seit letztem Jahr einfach komplett ohne Hartkäse verkauft wird, teilte die Zentrale am Dienstag mit.

"Wir haben jede Menge Beschwerden zu Mirácoli erhalten", berichtet auch Sprecher Armin Valet.

Zwar fehlt der Packung neuerdings der Parmesankäse, der Handel verkauft seinen bekannten "Spaghetti-Klassiker" aber nach wie vor zum alten Preis.

Da dürfte schon so mancher Verbraucher zu Hause mit leeren Händen dagestanden haben.

Denn auch ein gesonderter Hinweis auf den reduzierten Inhalt fehlt auf dem Mirácoli-Karton, dabei wurde außerdem auch an der Tomatensauce und an der Würzmischung gespart.

"Dabei wäre es ein Leichtes für Mars, ehrlich mit seinen Kunden umzugehen", meint Valet. "Warum bietet man nicht einfach eine zweite Variante mit Käse an?", schlägt er vor.

Karottensaft und Margarine auf Platz zwei und drei

Ein Einkaufswagen wird durch einen Supermarkt geschoben (Symbolbild)
Ein Einkaufswagen wird durch einen Supermarkt geschoben (Symbolbild)  © dpa/Fabian Sommer

Die bekannten Mirácoli-Nudeln standen mit vier weiteren Produkten in der Endauswahl zur "Mogelpackung des Jahres 2019".

Zweitplatzierter knapp hinter Mirácoli ist ein Karottensaft von Hipp, dessen Preis sich mehr als verdoppelt hat.

Auf Rang drei bis fünf folgen eine Rama-Margarine (TAG24 berichtete), Schokolade von Milka (TAG24 berichtete) und die Frosties Cerealien, bei denen die Füllmenge ebenfalls drastisch reduziert wurde.

Die Verbraucherzentrale Hamburg nimmt den Negativ-Preis auch in diesem Jahr zum Anlass, auf die immer undurchsichtiger werdende Situation für Verbraucher aufmerksam zu machen.

"Die Politik muss Verbraucherinnen und Verbraucher endlich besser vor den Tricksereien der Unternehmen schützen", heißt es in der Mitteilung weiter.

Die Zentrale fordert daher eine allgemeine Transparenzplattform für Lebensmittelverpackungen.

Über 2.500 Beschwerden zu Mogelpackungen erhielt die Verbraucherzentrale Hamburg übrigens im vergangenen Jahr. An der diesjährigen Abstimmung hatten den Angaben zufolge so viele Verbraucher teilgenommen wie noch nie zuvor.

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