Antrag abgelehnt! Führendes Miri-Clan-Mitglied erhält kein Asyl

Bremen/Berlin/Nürnberg - Das war's! Das illegal nach Deutschland gereiste führende Mitglied des libanesischen Miri-Clans erhält in Deutschland kein Asyl.

Das führende Mitglied des Miri-Clans sitzt im Gerichtssaal. (Archivbild)
Das führende Mitglied des Miri-Clans sitzt im Gerichtssaal. (Archivbild)  © Carmen Jaspersen/dpa

Das hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Nürnberg entschieden, wie der Anwalt des Mannes am Freitag in Bremen mitteilte.

"Am heutigen Tag wurde der Asylantrag von Ibrahim Miri als offensichtlich unbegründet abgelehnt. Auch der Antrag auf die Feststellung von Abschiebeverboten wurde abgelehnt. Damit hat das Bundesamt eine neue Abschiebungsandrohung verbunden", sagte der Anwalt Albert Timmer.

Der Bescheid sei am Freitag von einem Boten des Bundesamtes in die Kanzlei gebracht worden.

Das Bundesinnenministerium hat für den frühen Nachmittag (13.30 Uhr) eine Stellungnahme von Ressortchef Horst Seehofer (CSU) zu dem Fall an.

Zuvor hatte die "Welt" unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, das Bundesamt habe den Asylantrag abgelehnt.

Der wegen bandenmäßigen Drogenhandels verurteilte Straftäter war im Juli in den Libanon abgeschoben worden - nachdem er bereits viele Jahre lang ausreisepflichtig war. Ende Oktober tauchte er wieder in Bremen auf, stellte einen Asylantrag und wurde festgenommen.

Ein Amtsgericht ordnete Abschiebehaft bis zum 2. Dezember an. Die Rückkehr des Mannes sorgte bundesweit für Aufsehen.

Til Schweiger veröffentlichte zu dem Fall zuvor am Donnerstagabend seine ganz eigene Meinung. In einem Facebook-Post schrieb er: "Das ist ohne Worte! Das muss ein fuckin joke sein?!! Weg mit dem Mann!!!!"

Klare Worte des Schauspielers, die bei seinen Fans unterschiedliche Meinung hervorrief. Zahlreiche Follower stimmten ihm zu, einige kritisierten den 55-Jährigen aber auch dafür, dass er sich in der Vergangenheit für die Asylpolitik stark gemacht hatte.


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