Mirja du Mont: Deshalb hatte sie eine bessere Kindheit als ihre Tochter

Hamburg - Als Model und Moderatorin bewegt sich Mirja du Mont mittendrin in der Social Media- und Influencer-Welt. Sie selbst bringt es auf stolze 40.000 Follower auf Instagram. Dabei hält sie das soziale Netzwerk für absolute Zeitverschwendung.

Mirja du Mont engagiert sich lieber für den Guten Zweck, als durch Instagram zu scrollen.
Mirja du Mont engagiert sich lieber für den Guten Zweck, als durch Instagram zu scrollen.  © Channel Aid/Franziska Krug

Das verriet sie jetzt im Interview mit TAG24 am Rande des Benefiz-Konzertes "Channel Aid" in der Hamburger Elbphilharmonie (TAG24 berichtete).

"Ganz ehrlich: Ich wurde zu Instagram gezwungen", erklärte die 43-Jährige. "Wenn du Schauspiel oder Moderation machst, sagen dir alle, du musst das haben." Dabei betrachte sie Instagram als reinen Zeitfresser. "An meinen Kindern sehe ich auch, dass es ein falsches Licht auf Sachen wirft", so die Hamburgerin.

Sie sei geschockt gewesen, als ihre Tochter ihr vor wenigen Jahren Fotos von den Kardashians auf Instagram zeigte. "Dann hast du so eine hübsche Tochter, die einfach naturschön ist und die sagt dann: 'Mama, die Kardashians sind wunderschön'". Ein Aspekt, den Mirja bis heute einfach nicht nachvollziehen kann.

Mit ein Grund, weshalb sich die Hamburgerin für den YouTube Kanal von "Channel Aid" engagiert, bei dem mit jedem Klick und jeder konsumierten Werbung Spenden für den guten Zweck gesammelt werden.

Am Wochenende traten Influencer wie Allie Sherlock und die US-amerikanische Musikerin Madilyn Bailey gemeinsam mit der Indie-Band "Bastille" auf die Bühne, um das Projekt zu unterstützen. In den vergangenen Jahren waren auch schon Rita Ora und der Rapper Cro Headliner bei "Channel Aid" (TAG24 berichtete).

Können Influencer die Welt verbessern?

Das Model unterstützte am Wochenende das Channel Aid-Konzert in der Elbphilharmonie.
Das Model unterstützte am Wochenende das Channel Aid-Konzert in der Elbphilharmonie.  © Channel Aid/Franziska Krug

Mirja du Mont, die sich erst seit wenigen Jahren selbst durch die Video-Plattform klickt, war von Anfang an überzeugt: "Über YouTube die Spenden zu sammeln, ist eine super Idee, da es hier mal um echte Werte geht und tolle Gruppen unterstützt werden."

Mit dieser Aktion könnten die sozialen Medien die Welt tatsächlich ein kleines bisschen besser machen. "Im Gegensatz zu den typischen Instagram-Posts, wo junge Mädchen so gepimpt und bearbeitet sind", sagt die 43-Jährige.

Sie sei sich inzwischen sogar sicher, dass sie eine bessere Kindheit hatte, als ihre eigenen Kinder heute. Ohne Handy hätte sie einfach weniger Druck gehabt, sich mit irgendwem zu vergleichen.

"Da gab es höchstens ein paar Hollywood-Stars im Fernsehen, die dein Vorbild waren, aber das hatte nichts von dieser Scheinwelt heutzutage", so das Model.

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