Miserable Dresden-Bilanz! Nur jedes zweite Hotelbett belegt





Johannes Lohmeyer (52), Vorsitzender des Tourismusverbandes Dresden, sorgt 
sich um Dresdens Hotellerie.
Johannes Lohmeyer (52), Vorsitzender des Tourismusverbandes Dresden, sorgt sich um Dresdens Hotellerie.  © Thomas Türpe

Dresden - Miese Wirtschaftszahlen für Dresdens Hotellerie! Im ersten Quartal des Jahres war nur jedes zweite Hotelbett belegt, die durchschnittliche Auslastung lag nur bei 52,3 Prozent.

Die Hotelwirtschaft gibt etwa 24.000 Menschen Arbeit, ist somit die zweitgrößte Branche der Stadt.

Besonders fatal: Beim Umsatz pro verfügbarem Zimmer erzielten die Dresdner Hoteliers lediglich 36,10 Euro. Das sind zwar 2,50 Euro mehr als 2016, im Vergleich zu 19 anderen großen Städten rangiert Dresden allerdings mit Abstand auf dem letzten Platz (Leipzig 50,60 Euro und Berlin 65,20 Euro).

Johannes Lohmeyer (52), Vorsitzender des Tourismusverbandes Dresden: „Dieser erschütternde Wert zeigt überdeutlich, dass die Zeichen für den Dresdner Hotelmarkt auf Alarmstufe Rot stehen.“ Statt den übersättigten Bettenmarkt anzuprangern, tobt er gegen die Bettensteuer, die laut Lohmeyer in ihrer ruinösen Höhe einer der Hauptgründe für das Dresdner Hoteldesaster sei.

Seine Haltung: „Wir fordern die Politik erneut auf, nun wirklich unverzüglich die Beherbergungssteuer verbraucherfreundlicher zu gestalten und einen Teil der Einnahmen in das Stadtmarketing zu investieren.“

Die Stadt hatte 2016 rund neun Millionen Euro durch die Bettensteuer eingenommen. Ursprünglich waren nur sechs Millionen Euro einkalkuliert. Eine angekündigte Bonuskarte für Touristen wurde bislang noch nicht eingeführt.


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