Pfadfinder soll Minderjährige Hunderte Male missbraucht haben

Freiburg - Im Prozess um den Vorwurf des hundertfachen sexuellen Kindesmissbrauchs gegen einen ehemaligen Betreuer von Pfadfindern (TAG24 berichtete) will das Landgericht Freiburg am Mittwoch (13.30 Uhr) das Urteil verkünden.

Der Prozess findet vor dem Landgericht Freiburg statt.
Der Prozess findet vor dem Landgericht Freiburg statt.  © Patrick Seeger/dpa

Angeklagt ist ein 42 Jahre alter Mann, der Leiter einer evangelischen Pfadfindergruppe in Staufen bei Freiburg war. Dem Deutschen werden 330 sexuelle Übergriffe zur Last gelegt.

Er soll sich laut Anklage von Januar 2010 bis August 2018 an vier Jungen vergangen haben. Diese waren zum Zeitpunkt der Taten 7 Jahre bis 14 Jahre alt.

Der Prozess hatte vor rund einem Monat begonnen. Er fand in weiten Teilen unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das Gericht begründete dies mit dem Schutz von Persönlichkeitsrechten.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Dienstag acht Jahre und sechs Monate Haft sowie anschließende Sicherungsverwahrung gefordert. Der Verteidiger des Angeklagten sowie die Vertreterin der Nebenklage wollten sich öffentlich nicht äußern.

Staufen südlich von Freiburg war zuletzt wegen anderer Sexualverbrechen an einem Jungen in den Schlagzeilen. Einen Zusammenhang dieser Taten mit den Missbrauchsvorwürfen bei den Pfadfindern gibt es den Angaben zufolge nicht.

Ein junger Pfadfinder steht vor zwei Altpfadfindern. (Symbolbild)
Ein junger Pfadfinder steht vor zwei Altpfadfindern. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

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