Rache der Ex? Mann bestreitet Missbrauch seiner Stieftochter

Das Mädchen war zur angeblichen Tatzeit neun Jahre alt (Symbolbild).
Das Mädchen war zur angeblichen Tatzeit neun Jahre alt (Symbolbild).  © 123RF

Berlin – Ein 51-Jähriger, der die Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin monatelang missbraucht haben soll, hat die Vorwürfe vor dem Berliner Landgericht zurückgewiesen.

Zu den behaupteten sexuellen Übergriffen in einem gemeinsam bewohnten Haus im Stadtteil Treptow sei es nicht gekommen, erklärte der Verteidiger am Donnerstag zu Prozessbeginn. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 51-Jährigen mehr als 50 Taten vor. Das Mädchen sei anfangs neun Jahre alt gewesen.

Laut Anklage soll sich der Mann in der Zeit von Juni 2014 bis Ende Dezember 2015 an dem Kind vergangen haben. Zu sexuellen Berührungen sei es gekommen, "nachdem das Mädchen aus der Schule zurückgekehrt war", so die Anklage. "Aufforderungen des Kindes, aufzuhören, ignorierte der Angeschuldigte." Bei einer Hausdurchsuchung seien zudem jugendpornografische Dateien bei ihm gefunden worden.

In einem Beweisantrag des Verteidigers hieß es, die Anschuldigungen seien im Zuge der Trennung erhoben worden. Der 51-Jährige habe die Mutter des Mädchens aufgefordert, das Haus zu verlassen.

Er habe ihr eine Räumungsfrist bis Ende Februar 2016 gesetzt. Zwei Tage nach ihrem Auszug sei die Strafanzeige wegen angeblichen Missbrauchs erstattet worden. Der Prozess wird am 18. September fortgesetzt.

Titelfoto: 123RF


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