Er lässt sich ungern von anderen was sagen und hat damit Erfolg

Dominik Baumgart ist erst über Umwege wieder an seinen Traumberuf gekommen.
Dominik Baumgart ist erst über Umwege wieder an seinen Traumberuf gekommen.

Paderborn - Wenn man den Namen "Baumgart" in Verbindung mit Paderborn hört, werden eingefleischte Fußballfans wahrscheinlich sofort an Steffen Baumgart denken, den Trainer vom SC Paderborn.

Aber es gibt noch mehr von ihnen! Denn auch Dominik trägt diesen Nachnamen. So oft, wie man jetzt vielleicht denken könnte, kommt die Frage nach dem Fußball-Coach und einer möglichen Verwandtschaft aber nicht, wie der 26-Jährige im Gespräch mit TAG24 erzählt.

Viel mehr, als für Fußball interessiert er sich übrigens für Lacrosse. Dominik ist bei den Paderborn Hornets aktiv.

Beruflich fing der 26-Jährige erst eine Ausbildung zum Maler und Lackierer an. Nachdem er den Gesellen in der Tasche hatte, merkte er allerdings, dass der Beruf ihm doch nicht so zusagte.

Bei der Bundeswehr legte er eine zweieinhalbjährige "Selbstfindungsphase" ein. Anschließend entschied er sich doch dazu, den Meister zu machen. Liebe auf den zweiten Blick quasi.

"Der Malerberuf ist ein schöner Beruf. Irgendwann habe ich gemerkt, warum ich anfangs keinen Spaß an dem Job hatte: Es macht mir einfach keinen Spaß, unter der Führung anderer zu arbeiten."

Unter anderem designte Dominik mit seinem Malerfachbetrieb das stylishe "Bärlin Curry" in Paderborn.
Unter anderem designte Dominik mit seinem Malerfachbetrieb das stylishe "Bärlin Curry" in Paderborn.

Mit 24 Jahren entschied sich Dominik deshalb dazu, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen: "Seit 2015 habe ich meinen eigenen Betrieb. Erst habe ich alles alleine geregelt. Aber mittlerweile sind wir zu viert."

Neben zwei Gesellen arbeitet ein Hilfsarbeiter bei dem Jung-Unternehmer. Der will im nächsten Jahr sogar seine Ausbildung bei dem Meister anfangen.

Mit der Region Paderborn fühlt sich Dominik stark verbunden. "Ich bin hier geboren und immer hier geblieben. Gerade in den letzten Jahren hat sich viel getan." Dass Paderborn immer schöner wird, daran hat auch er einen Großteil zu beigetragen.

Beispielsweise kümmerte er sich um das stylishe Design vom Fast-Food-Restaurant Bärlin Curry, das im April eröffnete. Mit seinem Malerfachbetrieb ist der 26-Jährige ziemlich erfolgreich.

Vor allem die kreative Arbeit schätzt er an seinem Beruf. Auch außergewöhnliche Kundenwünsche sind für ihn kein Problem: "Aktuell machen wir ein komplett fugenloses Badezimmer in einem knalligen Mintgrün - auch die Decken und Wände. Ansonsten ist das Haus schlicht. Das Bad wird also ein farbliches Highlight."

Um die Bekanntheit von seinem Betrieb noch etwas zu pushen, schmiedete der Maler einen Plan. An einem Morgen sah er in der Zeitung einen Flyer zur "Mister Handwerk"-Wahl.

Als er dann auf der Website die bis dahin noch geringe Konkurrenz sondierte, entschied er sich zum Mitmachen. Und schon war die Bewerbung draußen.

Neben der Standardarbeit, wie Hauswände verputzen oder Holz lackieren, schätzt der Maler vor allem die Kreativität.
Neben der Standardarbeit, wie Hauswände verputzen oder Holz lackieren, schätzt der Maler vor allem die Kreativität.

"Dummerweise habe ich dann verpennt, Werbung für mich zu machen - selbst meinen Freunden und Bekannten habe ich erst spät davon erzählt. Die Reaktionen waren dann auch eher gemischt. Einige fragten sogar, ob ich so selbstverliebt sei. Bin ich natürlich nicht", sagt er mit einem Lachen.

Die verpasste Eigenwerbung ist vermutlich auch für die geringen Klickzahlen verantwortlich: Während einige der über 100 Bewerber mittlerweile 5000 Votes haben, rangiert der attraktive Handwerker mit bisher gerade einmal etwas mehr als 80 Votes auf den unteren Plätzen.

Trotzdem kein Grund zu verzagen: "Dann versuche ich es einfach nächstes Jahr noch mal und bewerbe mich dann mehr." Seine Motivation ist klar: "Ich wollte vor allem für Paderborn gewinnen und um meinen Betrieb weiterzubringen."

Sollte er doch noch alle überholen, hat er sich noch keine konkreten Gedanken darüber gemacht, was er mit dem Titel anstellen würde. "Ich bin eher der spontane Typ. Aber ich würde mich auf jeden Fall mit einem Video bei meinen Unterstützern bedanken."

Falls Ihr den 26-Jährigen jetzt noch unterstützen wollt, dann habt Ihr noch bis Freitag (18. August) die Chance, für Dominik zu voten! Wer weiß, vielleicht gibt's am Ende dann doch noch eine Überraschung und der Maler und Lackierer rollt von hinten das Feld auf. Nicht umsonst hei0t es: "Die Letzten werden die Ersten sein".

Wenn es kreativ wird, ist Dominik auf jeden Fall dabei!
Wenn es kreativ wird, ist Dominik auf jeden Fall dabei!

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