Mit dem Drohnen-Taxi nach Sylt: Gibt es schon bald die ersten Flüge?

Nordfriesland - Auf dem ehemaligen Militärflugplatz Leck im schleswig-holsteinischen Kreis Nordfriesland sollen bald wieder Flugzeuge starten, wovon vor allem gutbetuchte Gäste und Bewohner der Ferieninsel Sylt profitieren könnten.

Eine Luftaufnahme zeigt die Südspitze der schleswig-holsteinischen Nordsee-Insel Sylt.
Eine Luftaufnahme zeigt die Südspitze der schleswig-holsteinischen Nordsee-Insel Sylt.  © DPA

Geplant sei, vom kommenden Jahr an Taxiflüge – etwa auf die Insel Sylt – anzubieten, ließ der Bürgermeister der Gemeinde Klixbüll, Werner Schweizer, verlauten.

Die Anrainergemeinden des ehemaligen Militärflugplatzes Klixbüll, Leck und Tinningstedt dächten bereits über einen Bedarfslinienbetrieb auf der Konversionsfläche des ehemaligen Bundeswehrgeländes mit Flugplatz nach.

Auch ein Ferienpark für Leute, die mit ihrem privaten Flieger in den Urlaub fliegen wollen, soll auf dem Gelände entstehen.

Zum Stand der Planungen heißt es: "Wir befinden uns im Genehmigungsprozess."

So verwegen die Pläne klingen, die Nordfriesen scheinen hier ein modernes wie realistisches Verkehrsprojekt anzustreben. Laut SHZ könnte die Reaktivierung der Landebahn auf dem ehemaligen Fliegerhorst tatsächlich noch 2019 genehmigt werden und "neue Verkehrswege eröffnen".

Langfristig sollen von dem Flugplatz nach dem Willen der Kommunen auch E-Flugzeuge starten und landen – angetrieben mit Strom aus der Region. Das trifft in der Gemeinde Klixbüll einen Nerv: Hier gibt es seit Mai 2016 schon ein elektrisch betriebenes Dorfgemeinschaftsauto, das sogenannte "Dörpsmobil". Dessen Name stammt übrigens aus dem Plattdeutschen, wo "Dörp" ein Dorf bezeichnet.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) habe Klixbüll aufgefordert, sich am Förderprogramm für elektrische unbemannte Lufttaxis zu beteiligen. Dazu sagt Bürgermeister Schweizer: "Da sind wir gerade dran".

Angesichts von Dauerproblemen auf der sogenannten Marschbahn-Strecke nach Sylt, die zweigleisig ausgebaut werden soll, könnte eine Flugverbindung zumindest für Touristen und wohlhabende Insulaner eine echte Alternative zur An- und Abreise mit der Bahn werden.

Könnte ein neuartiges Flugtaxi vom Festland auf die Insel Sylt so oder so ähnlich wie der kürzlich in München vorgestellte, viersitzige "CityAirbus" aussehen? Der soll zumindest dieses Jahr noch erste Testflüge absolvieren.
Könnte ein neuartiges Flugtaxi vom Festland auf die Insel Sylt so oder so ähnlich wie der kürzlich in München vorgestellte, viersitzige "CityAirbus" aussehen? Der soll zumindest dieses Jahr noch erste Testflüge absolvieren.  © DPA

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