Mit dieser Technik geht die Polizei auf Raser-Jagd

Nur ein kleines Kamera-Objektiv lugt aus der BMW-Verkleidung.
Nur ein kleines Kamera-Objektiv lugt aus der BMW-Verkleidung.  © Polizei Paderborn

Paderborn - die Polizei im Kreis Paderborn mit modernster Mess- und Videotechnik auf der Spur.

Ein unauffälliges ziviles "ProViDa"-Motorrad verbirgt die Überwachungsausrüstung in den seitlichen Koffern und wird von besonders geschulten Polizisten gefahren.

Während der Fahrt dokumentiert die Technik das Verhalten der Verkehrssünder, die gestoppt und mit den teils haarsträubenden Verstößen konfrontiert werden. Den erwischten Fahrern drohen meistens hohe Geldstrafen und Fahrverbote.

In der vergangenen Woche war das zivile Polizei-Motorrad mit dem "Proof Video Data System" (ProViDa) an zwei Tagen zur Verkehrsüberwachung auf der B1 zwischen der Kreisgrenze Lippe und der A33 unterwegs.

Insgesamt siebenmal musste eingegriffen werden. So beispielsweise bei einem 27-jährigen Steinheimer, der mit 180 Sachen und damit 80 km/h zu viel über die Bundesstraße düste. Dem überführten Raser drohen jetzt ein Fahrverbot von drei Monaten, zwei Punkte in Flensburg und 600 Euro Bußgeld.

Nicht nur zur Bekämpfung der Hauptunfallursache Geschwindigkeit wird die Technik genutzt. Gefährliche Szenen gibt es auf der B1 immer wieder beim Überholen im Überholverbot bis auf die Sperrflächen.

Neben den bekannten Lasergeräten und mobilen Radarwagen, die zur Geschwindigkeitsmessung genutzt werden, setzt die Kreispolizeibehörde auf die Provida-Technik, um besonders gefährliches Verhalten zur Anzeige zu bringen.

Die Unfallstatistiken der letzten Jahre zeigen: Landstraßen sind Risikobereiche für schwere Unfälle und Geschwindigkeit ist weiterhin Killer Nummer 1!

Rasen ist Killer Nummer 1 auf deutschen Straßen.
Rasen ist Killer Nummer 1 auf deutschen Straßen.  © Polizei Paderborn

Titelfoto: Polizei Paderborn


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