Mit Bierflasche! Dresdner bombardierte Krankenschwester

René A. (46) pfefferte eine Bierflasche auf das Auto einer Anwohnerin.
René A. (46) pfefferte eine Bierflasche auf das Auto einer Anwohnerin.  © Ove Landgraf

Dresden - Um eine Autofahrerin zu maßregeln, warf René A. (46) eine Bierflasche auf deren Ford. Die Frontscheibe ging zu Bruch. "Es ging um die Sicherheit meines Sohnes", rechtfertigte sich der Maschinenbauer am Dienstag im Prozess am Amtsgericht.

Tatort: beschrankter Hinterhof Wormser Straße. "Anwohner der hinteren Häuser dürfen den Hof zum Be- oder Entladen befahren", sagte Mieterin Dana S. (45). "Dafür haben wir extra einen Schrankenschlüssel."

Im Februar 2015 fuhr die Krankenschwester abends vorm Hof, als es knallte: "Da kam eine Flasche gegen die Scheibe geflogen." Die Scheibe zersprang, auf dem Dach blieben zwei Dellen. Schaden: 2140 Euro.

René A. gestand, die Flasche aus dem Erdgeschoss geschleudert zu haben. Er habe am Fenster gestanden, seinem "Beobachtungsposten", um seinen Sohn (9) im Hof zu beaufsichtigen. "Die Frau raste. Da hätte doch was passieren können. Ich war in Rage", sagte der Angeklagte. Dana S. dagegen: "Ich fuhr Schrittgeschwindigkeit. Wie immer. Ich weiß doch, dass dort Kinder sind."

René A. muss sich nicht nur deshalb verantworten. Laut Anklage wurde er auch rabiat gegenüber seiner Ex-Frau und einem Nachbarn. Er hatte zwar für alles eine Erklärung, sagte aber: "War uncool, dass das alles in meiner Bewährungszeit passierte." Urteil folgt.





Dana S. (45) zeigt die Beulen am Auto. Die Frontscheibe musste die 
Krankenschwester komplett erneuern lassen.
Dana S. (45) zeigt die Beulen am Auto. Die Frontscheibe musste die Krankenschwester komplett erneuern lassen.  © Ove Landgraf
In diesem Hinterhof in Striesen geschah die Flaschen-Attacke.
In diesem Hinterhof in Striesen geschah die Flaschen-Attacke.  © Ove Landgraf

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