Rauchbomben und Mega-Banner: Was war heute auf der Bastei los?

Lohmen - Nachdem US-Präsident Donald Trump (73) den Abzug seiner Truppen aus Nordsysrien ankündigte, nutzte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan (65, AKP) die Gelegenheit und rückte vergangene Woche mit seiner Armee gegen die "Demokratischen Kräfte Syriens" (SDF) vor (TAG24 berichtete).

Als Zeichen der Solidarität: Aktivisten haben eine 15 x 10 Meter große Fahne an der Basteibrücke gehisst.
Als Zeichen der Solidarität: Aktivisten haben eine 15 x 10 Meter große Fahne an der Basteibrücke gehisst.  © Solidaritätskomitee Sara Dorsin

Die kurdischen Milizen YPG und YPJ dominieren das Bündnis, haben derzeit die Kontrolle über das Gebiet und dort eine Art kurdisches Autonomiegebiet (Rojava) eingerichtet.

Die Türkei sieht YPG und YPJ als Teil der verbotenen PKK an und will diese von ihrer Grenze vertreiben. International sorgt die Offensive für Kritik.

Doch nicht nur bei der UNO, sondern auch auf der Basteibrücke wurde am Mittwochmorgen gegen Erdogans Pläne protestiert.

Mit einer großen YPJ-Fahne, das Wappen der kurdischen Frauenverteidigungseinheiten, postierten sich Sympathisanten auf der Brücke, zündeten dazu Rauchbomben.

"Wir können und wollen nicht tatenlos zusehen, wie ein freiheitliches Projekt durch die Armee Erdoğans zerstört wird", erklärt eine Sprecherin.

"Das, was die Demokratischen Kräfte Syriens sich in den letzten Jahren in Rojava aufgebaut haben, kann weltweit als Vorbild für eine basisdemokratische Alternative zum Kapitalismus dienen."

Außerdem ruft das Solidaritätskomitee zur Teilnahme an den Protesten gegen PEGIDA am Sonntag auf. Benannt hat sich die Gruppe nach Sarah Handelmann (†33), Kampfname Sara Dorsin. Die Deutsche hatte sich 2017 der PKK angeschlossen und kam am 7. April bei einem türkischen Luftangriff ums Leben.

 In Hannover demonstrierten am Wochenende viele Kurden gegen den Angriff der türkischen Armee auf Nordsyrien.
In Hannover demonstrierten am Wochenende viele Kurden gegen den Angriff der türkischen Armee auf Nordsyrien.  © dpa/Peter Steffen

Titelfoto: Solidaritätskomitee Sara Dorsin

Mehr zum Thema Dresden:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0