Mitarbeiter soll knapp 50.000 Euro aus einem Geldtransporter geklaut haben!

Rumen P. (27) soll sich beim Geldtransport bedient haben.
Rumen P. (27) soll sich beim Geldtransport bedient haben.  © Ove Landgraf

Dresden - Konnte er der Versuchung nicht wiederstehen? Rumen P. (27) soll als Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma fast 50.000 Euro aus Geldtransporten geklaut haben. Seit Montag ist Prozess am Amtsgericht Dresden.

Seit zwei Jahren fuhr Rumen P. regelmäßig Touren im Geldtransporter. Im Sommer 2016, so die Anklage, schlug er zu: Er holte bei einer Bank neun so genannte „Safebags“ ab. Sicherheitstaschen voller Geld. Doch er soll nur acht gescannt haben. Die neunte Tasche mit 46 065 Euro taucht in keinem Protokoll auf.

„Aber das Überwachungsvideo der Bank zeigt deutlich, wie er neun Taschen einpackt“, so Rumens schwer enttäuschter Chef (58) im Zeugenstand. Bei einem Geschäft in Heidenau die selbe Masche. Schaden da: 2019 Euro.

„Er war ein sehr freundlicher Kollege, der seine Arbeit ordentlich erledigte“, sagte der Ex-Chef. „Bis ich das Video sah …“

Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe, ist sich keiner Schuld bewusst. „Es gab immer mal Probleme mit den Scannern“, so Rumen P., der inzwischen gekündigt wurde, bislang keine Einträge im Strafregister hat.

„Der Job hat mir solchen Spaß gemacht. Und ich habe doch gar keine Möglichkeit, die Säcke beiseite zu schaffen.“ Der Prozess wird fortgesetzt.

Zwei solcher Safebags (Sicherheitstaschen) soll der Angeklagte mitgenommen 
haben.
Zwei solcher Safebags (Sicherheitstaschen) soll der Angeklagte mitgenommen haben.

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