Was ist denn da los? Hier wird ein Wal auf einen Lkw verladen!

Greenhithe - Was als faszinierendes Schauspiel am Wochenende in der Themse begann, endete am Dienstag tragisch. Ein Buckelwal hatte sich in die Themse verirrt, überlebte seinen Ausflug aber leider nicht.

Buckelwal Hessy in der Themse.
Buckelwal Hessy in der Themse.  © Screenshot/Twitter/thethameswhale

Schon bald nach seiner Entdeckung war der Wal ein Social-Media-Star und wurde liebevoll auf den Namen "Hessy" getauft.

Doch was für viele einfach nur ein schönes Naturschauspiel war, war für Hessy von Beginn an ein großes Problem. In der Themse gibt es kaum Nahrung für einen Wal, zudem ist das waltypische tiefe Tauchen unmöglich.

Auch der stark schwankende Pegel ist ein Problem. Erst mit einer Springflut kann es ein Buckelwal wieder ins offene Meer schaffen. Schon früh machte sich deshalb die Naturschutzorganisation "British Divers Marine Life Rescue" (BDMLR) große Sorgen. Eine Organisatorin sagte zur "Sun":

"Nach den Fotos die wir gesehen haben, scheint sie nicht viele Fettreserven zu haben. Sie schwimmt den Fluss hoch und runter und verbraucht immer mehr davon."

Leider blieben die Sorgen um ihr Leben nicht unbegründet.

Große Wunde am Kadaver deutet auf Zusammenstoß mit einem Schiff hin

Hessy hängt am Kran und wird auf einen Lkw verladen.
Hessy hängt am Kran und wird auf einen Lkw verladen.  © Screenshot/twitter

Nachdem der Wal noch einige Male gesehen wurde, gab es am Dienstagmorgen eine letzte Sichtung. Gegen 8 Uhr lokaler Zeit sah ihn ein Bootsbesitzer frei im Wasser schwimmend.

Nur neun Stunden später fand man laut "DailyStar" die Leiche von Hessy an einem Ufer in Greenhithe. Der Wal hatte es leider nicht geschafft. BDMLR sprach von einer "schrecklich traurigen Nachricht".

Mithilfe eines Krans wurde der Kadaver in einen Lkw geladen und abtransportiert. Ein Sprecher der Hafenbehörde sagte dazu:

"Es ist unglaublich traurig - ich war buchstäblich einen halben Meter von diesem toten Wal entfernt. Es war sowohl ergreifend als auch ein bisschen unheimlich - der Straßenverkehr auf der verkehrsreichsten Autobahn in Großbritannien tobt über uns und all diesen Menschen war nicht bewusst, dass ein 10 Meter langer, wunderschöner toter Wal unter ihnen schwebt."

In den nächsten Tagen soll durch eine Autopsie herausgefunden werden, woran der Wal gestorben ist. Bereits jetzt konnte nach einer ersten Beschauung eine große Wunde festgestellt werden, die auf einen Zusammenstoß mit einem Schiff hindeutet.

Allerdings ist noch unklar, ob diese Verletzung vor oder nach dem Tod entstand. Auch ein Hungertod wird weiterhin nicht ausgeschlossen.

Was am Ende auch die Todesursache war, schade, dass die Geschichte um Buckelwal Hessy ein so tragisches Ende nehmen musste.

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