Klinik-Mitarbeiter greifen zur Rettung in die eigene Tasche

Kann das Krankenhaus mit dem Lohnverzicht gerettet werden?
Kann das Krankenhaus mit dem Lohnverzicht gerettet werden?  © Peter Zschage

Mittweida - Die nichtärztliche Belegschaft des kreiseigenen Krankenhauses in Mittweida hat entschieden, dass die Gewerkschaft ver.di für sie über einen sogenannten Notlagentarif verhandeln soll.

Nach Aussage von ver.di-Sprecher André Urmann (40) hätten sich die Mitarbeiter bereit erklärt, auf Einkommen zu verzichten, um das Krankenhaus vor der Insolvenz zu retten.

Der Krankenhausgesellschaft mit 500 Mitarbeitern droht einem Gutachten zufolge ab November die Zahlungsunfähigkeit. Eine Teilprivatisierung zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage war vor wenigen Tagen gescheitert.

Mittelsachsen hat einen Klinik-Aderlass hinter sich. Das Frankenberger Krankenhaus hatte im Oktober 2014 dichtgemacht. Kurz darauf die Rochlitzer Klinik im Dezember 2015.

Seit Dezember 2016 gehört die Klinik Mittweida zur Vereinigten Gesundheitseinrichtung Mittelsachsen (VGE). Seither sucht die Gesellschaft Ärzte, um die vollstationäre Versorgung sicherzustellen.

Titelfoto: Peter Zschage


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