Dach teilweise eingestürzt: Löscharbeiten in Recyclingbetrieb dauern an

Mittweida - Ein Großbrand in einem Recyclingbetrieb in Mittweida hat in der Nacht zu Sonntag die Feuerwehren in Atem gehalten.

Der Löscheinsatz wurde von einem Hubschrauber aus überwacht.
Der Löscheinsatz wurde von einem Hubschrauber aus überwacht.  © Harry Härtel/Haertelpress

Das Feuer war am Samstagabend in einer Lagerhalle ausgebrochen. Zwei Mitarbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Die Feuerwehr ließ die Halle, in der Kunststoff zur weiteren Verarbeitung zwischengelagert wurde, kontrolliert abbrennen.

Dabei sicherten die Kameraden weitere Gebäude, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Der Einsatz dauerte bis zum Sonntagmorgen. Nach dem Ende der Löscharbeiten werden die Brandursachenermittler ihre Arbeit aufnehmen.

Ob es bei dem Brand Verletzte gab, ist derzeit noch nicht bekannt.

Die Bevölkerung sollte über Nacht Fenster und Türen geschlossen halten. Das galt bis zum Sonntagmorgen. Von einer Gefahr für Wasser, Luft und Boden gehen die Einsatzkräfte derzeit nicht aus.

Update, 12.15 Uhr: Das Feuer war laut Polizei während des Arbeitsprozesses in einem Teilstück der Halle ausgebrochen. Alle anwesenden Mitarbeiter konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Das Dach der Halle stürzte bei dem Brand ein. Der Technische Hilfswerk kam am Sonntag zum Einsatz, um Sicherungsmaßnahmen an der Halle vorzunehmen.

"Hinsichtlich des Grundes für den Großbrand gibt es derzeit keine Anhaltspunkte für fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung. Sobald es möglich ist, werden Brandursachenermittler den Ort des Geschehens begutachten", so ein Polizeisprecher.

Update, 15.10 Uhr: Das eigentliche Feuer ist inzwischen gelöscht, aber durch die Hitze hat sich Dichtungsmaterial entzündet und dieses schwelt weiter vor sich hin. Da ein Teil des Dachs eingestürzt ist, kam die Feuerwehr bislang nicht nah genug an die betroffenen Stellen heran. Seit dem Mittag ist ein Bagger im Einsatz, der für die Kameraden den Weg frei macht. Es kommt weiterhin zu Rauchentwicklung, Grenzwerte werden dabei laut Umweltbehörde aber nicht überschritten. Es bestehe keine Gefahr für Anwohner und Mitarbeiter. Wann der Brand endgültig gelöscht ist, lässt sich noch nicht abschätzen.

Zur Höhe des entstandenen Sachschadens kann das Unternehmen, die Pyral AG bislang noch keine Angaben machen.

Bei der Brandursache wird aktuell von der Selbstentzündung einer Lithium-Batterie ausgegangen.

Bei einem Recyclingbetrieb in Mittweida brannte eine Lagerhalle aus.
Bei einem Recyclingbetrieb in Mittweida brannte eine Lagerhalle aus.  © Harry Härtel/Haertelpress

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress

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