Sachsen-Technik jetzt im legendären US-Militär-Helikopter

"Fliegende Banane": Der legendäre Chinook-Helikopter ist schon seit Jahrzehnten Lastesel beim US-Militär.
"Fliegende Banane": Der legendäre Chinook-Helikopter ist schon seit Jahrzehnten Lastesel beim US-Militär.  © picture alliance

Mittweida - Großer Jubel in Mittelsachsen: Der Flugzeugzulieferer Cotesa aus Mittweida und Mochau zog einen 5-Jahres-Vertrag mit dem Flugzeuggiganten Boeing an Land. Die aktuell gut 600 Mitarbeiter stellen künftig Teile für den US-Militärhubschrauber Chinook CH-47F her.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (58, CDU) verkündete den Deal am Nachmittag in Berlin. Tillich sagte: „Diese Zusammenarbeit ist ein Beleg für sächsisches Know-how im Bereich Luft- und Raumfahrt.“ Zudem begrüßte er die Schaffung neuer Jobs.

Boeings Chinook-Hubschrauber, weltweit bekannt als „Fliegende Banane“, kam ab 1965 im Vietnamkrieg zum Einsatz. Die US-Army setzte verbesserte Modelle in allen Kriegen ein - Kuwait, Afghanistan, Irak. Das Modell CH-47F wird „Super Chinook“ genannt. Daten: 30,1 Meter lang, 298 km/h, bis 6090 Meter Höhe, Zuladung 12,7 Tonnen, 9600 PS auf zwei Rotoren.

Cotesa als Spezialist für Verbundfaser-Bauteile soll den 11,6 Tonnen schweren Heli leichter machen. Noch sind die Lieferungen Geheimsache. Aber es soll sich um Teile der Außenhaut handeln. Verbundstoffe sollen schwere Metallplatten ersetzen.

Jörg Hüsken (54) gründete die Firma 2002 in Mittweida. Bisher stellt Cotesa 7000 Teile her - für Airbus A 380, A 320, A 330, A 350 sowie für Audi, Porsche, Lamborghini, Bugatti und Mercedes.

Spezialist für leichte Verbundwerkstoffe. Cotesa produziert in Mittweida auch schon für Airbus.
Spezialist für leichte Verbundwerkstoffe. Cotesa produziert in Mittweida auch schon für Airbus.  © Sven Gleisberg
Freut sich über den prominenten Auftraggeber: Cotesa-Chef Jörg Hüsken (54).
Freut sich über den prominenten Auftraggeber: Cotesa-Chef Jörg Hüsken (54).  © Sven Gleisberg

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