Tragischer Tod einer Elfjährigen: Keine Gewalt durch Dritte

Berlin - Weil ein junges Mädchen an einer Grundschule in Berlin-Reinickendorf offenbar massiv gemobbt wurde, soll die Elfjährige versucht haben sich das Leben zu nehmen. Später starb sie im Krankenhaus.

Die Eltern der Kinder haben dem Mädchen mit Kerzen und Blumen gedacht.
Die Eltern der Kinder haben dem Mädchen mit Kerzen und Blumen gedacht.  © DPA

Wie die Staatsanwaltschaft Berlin nun über Twitter bekannt gegeben hat, hat die Obduktion keine Hinweise auf eine Gewalteinwirkung durch Dritte ergeben.

Details zur Todesursache wurden auch auf Nachfrage nicht genannt. Ein Sprecher der Ermittlungsbehörde sagte, es werde noch einige Zeit dauern, bis das laufende Todesermittlungsverfahren abgeschlossen sei.

Mit einer Schweigeminute hatte die Schule am Montag der verstorbenen Schülerin gedacht. Nach Angaben der Mutter kündigte die Leiterin dabei für diese Woche Elternabende in allen Klassen an und versprach, dass sich die Schule ändern werde.

Vor knapp zwei Wochen war der Tod des Mädchens aus dem Bezirk Reinickendorf bekanntgeworden. Ob die Elfjährige tatsächlich einen Suizidversuch unternommen hatte, ist weiter unklar.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber eine große gesellschaftliche Relevanz hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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