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In diesem Dorf klappt es mit der Integration

Mittelsachsen - Bei all den Negativ-Schlagzeilen um Fremdenfeindlichkeit steht ein kleines Dorf in der idyllisch gelegenen Gemeinde Striegistal dafür, wie es besser geht: In Mobendorf arrangiert man sich seit mehr als 20 Jahren mit Flüchtlingen aus über 21 Nationen.
67 Kinder tummeln sich auf dem Gelände des einstigen Ferienlagers.
67 Kinder tummeln sich auf dem Gelände des einstigen Ferienlagers.

Von Katrin Richter

Mittelsachsen - Bei all den Negativ-Schlagzeilen um Fremdenfeindlichkeit steht ein kleines Dorf in der idyllisch gelegenen Gemeinde Striegistal dafür, wie es besser geht: In Mobendorf arrangiert man sich seit mehr als 20 Jahren mit Flüchtlingen aus über 21 Nationen.

Mehr als eine Woche Festivalstimmung - Estefano und Nahom fiebern dem „Bietz!“, einem Fest der Evangelischen Jugend entgegen. Zusammen mit drei weiteren jungen Männern aus Eritrea unterstützen die beiden die Kirchgemeinde bei den Vorbereitungen.

Regelmäßig besuchen die Mittzwanziger seit Ende 2014 den Gottesdienst. Der christliche Glaube ist für sie ein Stück der verlorenen Heimat. In Mobendorf gehören Asylbewerber bereits seit über zwei Jahrzehnten zum Ortsbild.

Nach der Flut wurde das Hauptgebäude komplett saniert.
Nach der Flut wurde das Hauptgebäude komplett saniert.

Dabei legte die Gemeinde als Betreiber des ehemaligen DDR-Kinderferienlagers vom ersten Tag an Wert auf die Integration.

Die beiden Heimleiter Dieter Weinberger (64) und Erich Imhof (58) bringen die Asylbewerber nicht einfach nur in den insgesamt 15 Bungalows oder im Haupthaus mit 32 Wohneinheiten unter. Sie wollen ihnen die Aufnahme in einem fremden Land auch wirklich erleichtern.

„Wir stehen den Leuten bei Problemen als Ansprechpartner zur Verfügung. Zudem haben wir einen eigenen Fahrtdienst, wenn jemand beispielsweise zum Arzt muss“, erzählt Weinberger.

Auch Vereine, Kirchgemeinde und Kindereinrichtungen setzen sich für die ausländischen Mitbürger ein und kümmern sich um Freizeitangebote. Vor sieben Wochen hat die Kirchgemeinde Pappendorf ein Asylcafé eingerichtet.

Heimleiter Dieter Weinberger (60) erklärt der Reporterin, wie man sich in Mobendorf um Asylbewerber kümmert.
Heimleiter Dieter Weinberger (60) erklärt der Reporterin, wie man sich in Mobendorf um Asylbewerber kümmert.

Die Initiatorin und Café-Verantwortliche Brigitte Menzel will Begegnungsräume öffnen. „Den Flüchtlingen soll unser Land, unsere Kultur und unsere Sprache nähergebracht werden“, erklärt die 64-Jährige.

Sie selbst geht aktiv auf die Flüchtlinge zu. „In erster Linie sind es Menschen.“

Mobendorf hat etwa 612 Einwohner und aktuell 204 Ausländer. Öffentliche Anfeindungen gegen das Mobendorfer Heim hat es nicht gegeben.

Ortsvorsteher Ronald Finke erklärt sich die Akzeptanz mit der Zahl der Jahre und dem großen Gelände, auf dem sich die Nationen aus dem Weg gehen können.

Finke: „Probleme mit den Heimbewohnern haben wir hier nicht, man spürt sie kaum.“

Hier entstehen sogar echte Freundschaften

Gelebte Völkerverständigung zwischen dem Tschetschenen Edic Aslachanov (l.) mit Sohn Magomed (4) und Familie Dzhalilov aus Russland - Vater Roman (Mitte), Sohn Rafael (3), Tochter Ariana (10), Mayya (8) und Frau Sveta (29).
Gelebte Völkerverständigung zwischen dem Tschetschenen Edic Aslachanov (l.) mit Sohn Magomed (4) und Familie Dzhalilov aus Russland - Vater Roman (Mitte), Sohn Rafael (3), Tochter Ariana (10), Mayya (8) und Frau Sveta (29).

Russisch-tschetschenische Feindschaft hat Tradition - nicht so in Mobendorf.

Der Ort ermöglicht nicht nur reibungsloses Miteinander von Deutschen und Ausländern, sondern sorgt selbst für Völkerverständigung.

Die Familien Dzhalilov und Aslachanov wären sich wohl nie begegnet. Doch im sächsischen Mobendorf sind Roman aus Russland und Edic aus Tschetschenien gute Kumpel.

Abneigung aufgrund der Herkunft ist kein Thema. „Der Charakter zählt“, übersetzt Romans Tochter Ariana für ihren Vater.

Alexander Iwanov (34) packt im Heim gern mit an.
Alexander Iwanov (34) packt im Heim gern mit an.

Die Zehnjährige besucht seit drei Jahren die Grundschule in Pappendorf und lebt mit ihren Eltern und ihren zwei Geschwistern in einem der 15 Bungalows. Mit ihren guten Deutschkenntnissen ist sie ihren Eltern eine große Hilfe.

Ein weiterer Freund der Familie ist auch Alexander Iwanov, Tschetschene aus Dagestan. Er wartet seit vier Jahren auf seine Aufenthaltsgenehmigung und macht sich im Heim nützlich, übernimmt kleinere Aushilfsarbeiten.

Für die Bewohner ist der 34-Jährige neben den offiziellen zwei Heimleitern der „dritte“ Chef.

Heimbewohner zeigen ihre Sympathie für die Mitarbeiter.
Heimbewohner zeigen ihre Sympathie für die Mitarbeiter.

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