In dieser Sachsen-Bar herrscht Ausweispflicht für Ausländer

Um hier reinzukommen, müssen Ausländer künftig ihren Ausweis vorzeigen.
Um hier reinzukommen, müssen Ausländer künftig ihren Ausweis vorzeigen.

Von Bernd Rippert

Zwickau - Nach Tumulten vor dem Tanz- und Partytempel Moccabar in der Humboldtstraße greift die Geschäftsführung drastisch durch: Ausländische Gäste müssen sich künftig am Eingang ausweisen. Es gibt Kritik, auch von der Kirche.

Silvester hatte es vor der Moccabar gekracht. Eine 30-köpfige Gruppe von Ausländern verschiedener Nationalitäten wollte zur Fete ins Haus.

Security-Mitarbeiter wiesen die überwiegend betrunkenen Männer ab. Daraufhin habe es Tumulte gegeben. Fäuste und Flaschen flogen. Mindestens zwei Personen vor der Moccabar erlitten teilweise starke Verletzungen.

Die Moccabar in Zwickau greift nach Tumulten durch: "Wir wollen Ruhe" sagt der Geschäftsführer.
Die Moccabar in Zwickau greift nach Tumulten durch: "Wir wollen Ruhe" sagt der Geschäftsführer.

Die Geschäftsführung führte nun die Ausweispflicht für Ausländer ein. „Aber auch Deutsche müssen verstärkt mit Kontrollen rechnen“, fügt Geschäftsführer Michael Uhlig (38) hinzu.

„Die Security entscheidet, wer kontrolliert und wer abgewiesen wird. Wir wollen vor allem Ruhe im Haus haben.“

Vor Diskriminierung warnt Michael Beyerlein (57), Diakoniebeauftragter für Asyl- und Flüchtlingsarbeit in Sachsen: „Was soll eine einseitige Ausweiskontrolle bringen? Wenn, dann für alle! Wer ausfällig wird, muss bestraft werden und Hausverbot bekommen - ebenfalls alle.“

Die Polizei ermittelt unterdessen noch nach den Moccabar-Tumulten zu Silvester.

Fotos: Ralph Köhler


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