Elfjährige vergewaltigt, erdrosselt und angezündet: Täter seit 22 Jahren auf der Flucht

Mönchengladbach/Grevenbroich - Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem ungeklärten Sexualmord an der elfjährigen Claudia im rheinischen Grevenbroich soll ein erneuter Massen-Gentest zum Täter führen.

Claudia war am 11. Mai 1996 von einem Unbekannten entführt worden. Zwei Tage später wurde die Leiche in einem Feld bei Euskirchen gefunden. (Symbolbild)
Claudia war am 11. Mai 1996 von einem Unbekannten entführt worden. Zwei Tage später wurde die Leiche in einem Feld bei Euskirchen gefunden. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Es gebe eine gerichtliche Anordnung für den Test, bei dem ein erweiterter Personenkreis von Männern überprüft werden solle, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach am Montag. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Ein früherer DNA-Test von 2010 mit den Speichelproben von etwa 350 Männern hatte die Ermittler damals nicht weitergebracht. Neuere technische Möglichkeiten und Untersuchungen an alten Beweismitteln hätten nun zu neuen Erkenntnissen geführt, sagte der Sprecher.

Die damals 11 Jahre alte Schülerin Claudia aus Grevenbroich war am 11. Mai 1996 von einem Unbekannten entführt worden, als sie mit dem Hund eines Nachbarn unterwegs war.

Zwei Tage später wurde ihre Leiche etwa 50 Kilometer entfernt bei Euskirchen an einem Feldweg gefunden.

Der Täter hatte das Kind vergewaltigt, gefesselt, erdrosselt, anschließend mit Benzin übergossen und angezündet.


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