Bizarrer Streit um Katzengrab: Wird "Minki" wieder ausgebuddelt?

Mönchengladbach – Das Grab der Katze Minki ist ein Fall für die Richter. Im Mai 2017 war das Tier beerdigt worden, nun gibt es Streit über die Grabstätte. Sogar eine Exhumierung scheint möglich.

Katze "Minki" war 2017 auf dem Tierfriedhof bestattet worden.
Katze "Minki" war 2017 auf dem Tierfriedhof bestattet worden.  © DPA

Der Katzenbesitzer hatte seine geliebte Minki im Mai 2017 auf dem Tierfriedhof bestatten lassen. Gut ein Jahr später fasste er das Grab mit Steinen ein.

"Ungefähr über dem Herzen der Katze" setzte er eine Pflanze, wie der Mann in dem Rechtsstreit gegen die Betreiberin des Tierfriedhofs angab.

Zehn Tage nachdem das Grab eingefasst war, sei es von der Betreiberin am Fußende verkürzt worden, teilte ein Gerichtssprecher mit. Nun liege seine Minki unter einem Randstein, meint der Kläger.

Die Betreiberin habe die Steine "in infamer Pietätlosigkeit" versetzt und eine Pflanze "ungefähr über dem Herzen der Katze" weggeworfen, wirft der Katzenbesitzer der Beklagten vor, wie das Amtsgericht Mönchengladbach mitteilte.

Der Besitzer besuche das Grab seiner Minki so gut wie jeden Tag. Er leide sehr unter diesem Zustand.

Der Mann fordert demnach, das Grab am Fußende um 40 Zentimeter zu verlängern. Die Friedhofsbetreiberin argumentiert nach Gerichtsangaben, das verkürzte Grab entspreche der tatsächlich vermieteten Fläche. Der Kläger habe immer wieder Dekorationen auf nicht vermietetem Boden aufgestellt.

Da zwischen den Parteien streitig sei, wo die Katze genau liege, sei über eine Exhumierung diskutiert worden, teilte das Gericht mit. Am 28. August soll der Fall vor Gericht verhandelt werden.

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