Mondfinsternis am Montagmorgen: So seht Ihr sie und so wird das Wetter!

Bonn / Köln / Deutschland - Am Montagmorgen verfärbt sich der Mond wieder blutrot! Der Grund ist eine totale Mondfinsternis, die am frühen Montag in ganz Deutschland mit Blick Richtung Westen beobachtet werden kann - wenn das Wetter mitspielt. Wir erklären Euch, wie und wann die Mondfinsternis stattfindet.

Der Ablauf der Mondfinsternis.
Der Ablauf der Mondfinsternis.  © NASA / Rami Daud

Astronomen freuen sich jetzt schon: Am Montagfrüh taucht der Mond für 63 Minuten in den Kernschatten der Erde. Dann wird er blutrot, der sonst weiße Mond zum "Blutmond".

Am Montagmorgen um 3.35 Uhr beginnt die Finsternis.

Dann schiebt sich der Mond in südwestlicher Richtung gut 40 Grad am Himmel hoch in den Halbschatten der Erde.

Eine Stunde später, um 4.34 Uhr, hat der Rand des Mondes die Kernschattenzone erreicht.

Die totale Mondfinisternis beginnt um 5.41 Uhr und endet erst eine Stunde später um 6.44 Uhr.

Während das Spektakel heutzutage einfach nur selten anzusehen ist, hat es die Menschen früher erschreckt: "Das Ereignis einer Mondfinsternis hat die Menschen seit jeher fasziniert und sie in früheren Zeiten oft in Furcht und Schrecken versetzt", weiß Astronom und Planetenforscher Manfred Gaida vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn.

Eine totale Mondfinsternis galt etwa in der antiken Welt als ein Zeichen der Götter, die im Himmel residierten und von dort aus übermächtig in das irdische Geschehen eingriffen.

Update, 14.47 Uhr: Das Wetter am Montagmorgen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Wettereinschätzung für den Montagmorgen gegeben. Die Wetterexperten gehen davon aus, dass Montagfrüh überall in Deutschland Frost zwischen -1 und -5 Grad, in der Mitte und im Osten sogar zwischen -5 und -10 Grad herrscht.

Besonders wichtig: Wolkentechnisch sieht es für große Teile Deutschlands ganz gut aus, denn der Himmel ist überwiegend klar oder gering bewölkt Nur vereinzelt können flache Nebelfeldern auftreten. Diese seien sehr schwierig vorherzusagen. Damit könnte die Mondfinsternis in weiten Teilen Deutschlands gut beobachtet werden.

Leider hat der DWD hat auch zwei Regionen ausgemacht, wo das Wetter wohl nicht mitspielen wird.

Ganz im Norden driften laut DWD Wolkenfelder herein und auch im Süden Deutschlands, etwa südlich einer Linie Karlsruhe und Weiden in der Oberpfalz, bleibt die Wolkendecke meist geschlossen.

Warum der Mond rot wird

Dabei ist die Erklärung für die Verfärbung recht simpel: Das rote Licht der Sonne wird in der Atmosphäre der Erde gebrochen und in Richtung Mond weitergeleitet.

Das blaue Licht der Sonne hat hingegen kürzere Wellen. Diese Wellen werden in der Atmosphäre der Erde komplett gebrochen und zerstreut. Sie werden nicht mehr bis zum Mond weitergeleitet.

So scheint der Mond in der Zeit der totalen Mondfinsternis also blutrot.

Wie kommt es zur Finsternis?

Auf dem Schaubild unter diesem Text seht Ihr den Zusammenhang, warum sich der Mond bei einer Mondfinsternis verdunkelt. Grundsätzlich kreist der Mond um die Erde. Gemeinsam kreisen Erde und Mond wiederum um die Sonne.

In seltenen Fällen, bei einer Mondfinsternis, befindet sich die Erde genau zwischen Sonne und Mond. Die Erde nimmt dem Mond also das direkte Licht der Sonne weg. Sie steht ihm Licht.

Wann kommt die nächste Mondfinsternis

Laut dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum müssen wir uns nach der Mondfinsternis am Montag ganz schön lange auf das nächste Mond-Spektakel gedulden.

Erst an Silvester 2028 und in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember 2029 werden in Mitteleuropa zwei totale Mondfinsternisse stattfinden, die ebenfalls günstig zu beobachten sein werden, teilte das DLR mit.

Der genaue Zeitablauf der Mondfinsternis am 21. Januar 2019.
Der genaue Zeitablauf der Mondfinsternis am 21. Januar 2019.  © DLR/RPIF
Die Stellung des Mondes während einer totalen Mondfinsternis.
Die Stellung des Mondes während einer totalen Mondfinsternis.  © NASA
So kann der Mond während einer kompletten Mondfinsternis aussehen.
So kann der Mond während einer kompletten Mondfinsternis aussehen.  © Volkssternwarte Rothwesten/ Ralf Gerstheimer

Titelfoto: NASA / Rami Daud

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