Mondnazis, Dino-Armee und ein Zombie-Hitler: Dieser Film ist Edel-Trash

Köln/Berlin/Helsinki - Die finnische Traumfabrik hat wieder zugeschlagen: Mit "Iron Sky: The Coming Race" wird die Weltgeschichte gänzlich auf den Kopf gestellt und die Fiktion an den Rand völliger Absurdität gedrängt.

Die deutschen Schauspieler Julia Dietze und Udo Kier sind auch in der Fortsetzung wieder dabei.
Die deutschen Schauspieler Julia Dietze und Udo Kier sind auch in der Fortsetzung wieder dabei.  © Splendid Film (Bildmontage)

Jetzt mal unter uns: Regisseur Timo Vuorensola muss als Kind des Öfteren vom Wickeltisch gefallen sein, anders lässt sich dieser Film nicht erklären.

Am Scheideweg von Genialität und Körperverletzung kredenzt der Finne uns eine Fortsetzung, die sich mit Hochglanz-Blockbustern aus Hollywood in der Tat messen darf.

Hier mal ein paar Worte zum Plot:

20 Jahre nachdem die Nazis vom Mond aus einen Nuklearkrieg begannen, ist die Erde unbewohnbar geworden. Seitdem formieren sich die Überlebenden zu einer großen Kolonie auf der ehemaligen Mondbasis der Braunhemden. Doch der Trabant droht auseinanderzubrechen. Die einzig verbleibende Möglichkeit für Wissenschaftlerin Obi Washington: Flucht ins Erdinnere. Auf ihrer Mission zu einer dort verborgenen Stadt trifft die Tochter von Renate Richter und James Washington aber keineswegs auf standhafte Verbündete. Stattdessen begegnet sie einer prähumanen Dinosaurierwelt und früheren Weltherrschern, die sich unter ihrer menschlichen Maske nur versteckt gehalten haben. Seit Jahrhunderten kontrollieren die "Vril" die irdischen Staatsregierungen mit dem Ziel, die Vorherrschaft ihrer reptilen Rasse über die Menschen zu erringen. Ein Wettrennen um die Zukunft beginnt.

Obi Washingtons größter Konkurrent: Adolf Hitler auf einem T-Rex!

Regisseur Vuorensola legt nochmal eine Schippe drauf und lässt Hitler einen T-Rex reiten.
Regisseur Vuorensola legt nochmal eine Schippe drauf und lässt Hitler einen T-Rex reiten.  © Screenshot/YouTube, SplendidFilm

Nachdem der erste Trailer vor gut einem Jahr für ordentlich Furore und freudiges Entsetzen sorgte (TAG24 berichtete), verwöhnen uns nun neue Bewegtbilder einige Wochen vor dem offiziellen deutschen Kinostart am 21. März mit viel Action und noch mehr fragwürdigem Input.

Fakt ist: Vuorensola lässt das Fließband der Filmzitate fleißig laufen. So fliegen wir wie in "Star Wars" durchs All, stehen prähistorischen Kreaturen à la "Jurassic Park" gegenüber und Reise im Sinne von Jules Verne zum Mittelpunkt der Erde - und das alles im Nazi-Kontext... wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

"Iron Sky" zeigte uns 2012 schließlich, dass das neu geschaffene Universum einen hohen Unterhaltungsfaktor hat und nicht so dröge sein muss, wie die tausendste Doku über Adolf Hitler und seiner Vorstellung vom Deutschen Reich.

Mit Humor lassen sich eben Zuschauer-Berge versetzen und mit Ironie, Kino-Schlachten gewinnen. Mondnazis never die, eben!

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