"Frauen sind wie Hunde": MontanaBlack kassiert Shitstorm und versteht die Welt nicht mehr

Buxtehude/Berlin - YouTube-Star MontanaBlack hat sich in einem Video dafür ausgesprochen, Frauen an der langen Leine zu lassen. Im Netz erntet er dafür jetzt viel Kritik, auch von prominenter Seite.

Marcel Eris, YouTuber, spricht bei einem Interview in seiner Wohnung.
Marcel Eris, YouTuber, spricht bei einem Interview in seiner Wohnung.  © Philipp Schulze/dpa

Zunächst teilte Spieleredakteur und YouTuber Behaind das Video auf seinem Twitter-Account.

"Kleiner Reminder: Das hier ist MontanaBlack. Einer der größten Streamer der Welt. Autor des erfolgreichsten Hörspiels im deutschen Markt 2019. Mehrere Millionen Follower, viele davon heranwachsend." Dazu die Ankündigung: "Und das ist MontanaBlacks Meinung zu Frauen".

In dem Video spricht MontanaBlack darüber, was er über Frauen gelernt habe: "Frauen sind wie Hunde", meint er, fügt aber hinzu: "Und das meine ich nicht abwertend."

Dazu erläutert er Folgendes: Ein Hund, den man immer streng an der Leine habe, fühle sich nicht wohl bei seinem Herrchen. Ein Hund, den man dagegen an der langen Leine habe und dafür lobe, wenn er wieder zu einem zurückkomme, der käme auch immer gerne wieder zurück.

"Und so ist das auch mit Frauen, Digga!", so der YouTube-Star in dem Video. Seine Fans sind da geteilter Meinung.

Während ihn die einen auf Twitter unterstützen und seinen Vergleich "durchaus sinnvoll" finden, kritisieren die anderen den Besitzanspruch gegenüber Frauen, der in der Aussage deutlich wird: "FRAUEN-SIND-KEIN-EIGENTUM, der Haustier-Vergleich ist nicht unschön, sondern strukturell falsch", schreibt etwa eine wütende Userin.

Hat die Szene ein Sexismus-Problem?

Als MontanaBlack wurde Marcel Eris zum YouTube-Star.
Als MontanaBlack wurde Marcel Eris zum YouTube-Star.  © Philipp Schulze/dpa

MontanaBlack reagierte umgehend auf den Kommentar von Behaind, allerdings ging er dabei zunächst nicht auf den Vorwurf selbst ein, sondern ätzte vielmehr gegen den YouTuber: "Kleiner Reminder: Das hier ist BeHaind. Nicht einer der größten Streamer der Welt. Nicht Autor des erfolgreichsten Hörspiel im deutschen Markt 2019. keine Millionen Follower. Und in einem typischen Monte bespiel, wo ich mich gegen Unterdrückung von Frauen einsetze, sieht er ein Problem"(Rechtschreibung übernommen).

Der Buxtehuder ist sich offenbar keiner Schuld bewusst. Später schrieb er außerdem: "Ich sage ganz klar, dass man Frauen nicht einengen sollte bzw Sachen verbieten/unterdrücken. Das ganze ist verpackt mit Monte Humor. Alter armer verbittert Mann".

Immer wieder steht die Gamer-Szene um MontanaBlack allerdings in der Kritik, ein Sexismus-Problem zu haben. Im vergangenen Jahr kassierte MontanaBlack bei Twitter bereits einen Shitstorm, weil er sich öffentlich gegen Feminismus aussprach und dabei vor allem die Influencerin Mirella beschimpfte.

"Feministinnen droppen Hass gegen Männer und kriegen Hass von Männern zurück", lautete damals einer seiner Kommentare.

Zuletzt musste sich Marcel Eris, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, vor Gericht verantworten, weil er eine Frau ungefragt im Fitnessstudio gefilmt hatte (TAG24 berichtete).

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