Darum verzichtet diese Frau komplett auf warme Mahlzeiten

Jill Hayman (36) hat Angst vor warmen Mahlzeiten. Um keine Panikattacken zu bekommen, verzichtet sie auf die meisten Lebensmittel.
Jill Hayman (36) hat Angst vor warmen Mahlzeiten. Um keine Panikattacken zu bekommen, verzichtet sie auf die meisten Lebensmittel.

Montrose - Es gibt doch nichts über eine warme Mahlzeit. Schon der Gedanke an diesen Satz erfüllt Jill Hayman (36), eine verheiratete Frau aus Schottland mit Angst. Sie bekommt schon beim Anblick bestimmter Nahrung Panik-Attacken und ernährt sich deshalb nur von ganz wenigen Lebensmitteln.

Die 36-Jährige ernährt sich nur von insgesamt 17 verschiedenen Nahrungsbestandteilen, die sie für sich selbst als sicher erachtet, darunter Weintrauben, Bananen, Schokolade und vor allem Brot.

"Ich denke, dass Brot sicher ist, weil es absolut kein Geschmacksaroma hat und das auch unverändlicher ist", sagte sie im Gespräch mit The Sun und erklärte, dass sich sich gerne "Breadatarian" in Anlehnung an die Bezeichnung Vegetarierin nennen lassen würde. Ihre Phobie vor bestimmtem Essen begann schon im ersten Lebensjahr, nämlich als ihre Mutter die Babynahrung absetzte, als Jill acht Monate alt war.

Ein gekochtes Gericht zu sich zu nehmen, kommt für die Schottin nicht in Frage. "Ich habe mich absolut noch nicht in der Lage gefühlt, mich hinzusetzen und eine heiße Mahlzeit mit Messer und Gabel zu mir zu nehmen. Für mich ist Toast wie ein richtiges Mittagessen", sagte die Essens-Phobikerin. "Meine Kehle schließt sich und ich bekomme Panikattacken. Ich kann es nicht kontrollieren. Ich habe mich bereits krank gefühlt, wenn über das Essen gesprochen wurde. Ihr Hypnotherapist vermutet, dass die Frau einst einen Schock erlitt, der ihre Nahrungs-Aversion hervorgerufen hat, für die es auch eine medizinische Bezeichnung - ARFID (Avoidant restrictive food intake disorder) gibt.

Auf die Unterstützung ihres 29-Jährigen Ehemannes kann sich die Frau voll verlassen. Dennoch zweifelt sie daran, ob sie je Kinder haben wird. "Wie kann ich eine Mutter sein, wenn ich nicht mal meine eigenen Kinder füttern könnte", hinterfragt sie sich selbst etwas besorgt.

In einer speziellen Gesundheitsklinik lässt sich die 36-Jährige regelmäßig behandeln. "Ich möchte einfach nur normal sein", lautet ihr großer Wunsch.


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