Menschen nehmen Abschied von Leonie, Stiefvater streitet Tat weiter ab

Torgelow - Mit einer bewegenden Trauerfeier haben mehr als 400 Menschen in Torgelow (Vorpommern-Greifswald) Abschied von dem kleinen Mädchen genommen, das vor zehn Tagen ums Leben gekommen war.

Die Anteilnahme nach Leonies Tod war sehr groß.
Die Anteilnahme nach Leonies Tod war sehr groß.  © DPA

"An dem, was geschehen ist, können wir leider, leider nichts ändern, aber vielleicht können wir das Leben ein bisschen mitmenschlicher machen", sagte Pastor Frank Sattler in der Christuskirche am Dienstagabend.

Ein Trompeter spielte unter anderem "Sag mir, wo die Blumen sind", zahlreiche Menschen stellten Kerzen im Altarraum an einem Trauerbild des Kindes ab.

Die Sechsjährige war am 12. Januar in der Wohnung der Familie ums Leben gekommen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Stiefvater wegen Verdachts des "Mordes durch Unterlassen."

Torgelows Bürgermeisterin Kerstin Pukallus (parteilos) sagte: "Ein Kind zu verlieren ist wohl das Schwerste, was ein Mensch ertragen kann."

Der 27 Jahre alte Verdächtige soll das Kind seiner Lebensgefährtin derart misshandelt haben, dass es daran starb. Der Mann bestreitet das und gab bisher an, dass die Sechsjährige bei einem Treppensturz ums Leben kam. Das sieht die Staatsanwaltschaft durch rechtsmedizinische Untersuchungen widerlegt.

Ort der Trauer: Die Christus-Kirche in Torgelow.
Ort der Trauer: Die Christus-Kirche in Torgelow.  © DPA

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