Mord an Maria (†18): Mutter warnte vor mutmaßlichem Killer

Zinnowitz - Die Tat erschütterte ganz Zinnowitz: Vor rund vier Wochen wurde die 18-Jährige Maria auf Usedom erstochen. Am Dienstag konnte die Polizei dann zwei Tatverdächtige festnehmen. Bei dem 19 und 21 Jahre alten Männern soll es sich um Bekannte der Getöteten handeln. Der Vorwurf: gemeinschaftlicher Mord.

Die 18-jährige Maria K. wurde erstochen aufgefunden.
Die 18-jährige Maria K. wurde erstochen aufgefunden.  © DPA

Beide sitzen in Untersuchungshaft. Bei den Vernehmungen hätten sie die Tat nicht bestritten. Das Motiv ist aber weiterhin unklar, auch die Tatwaffen werden noch gesucht.

"Die Polizei ist ins Schwitzen gekommen angesichts der Unzahl von Spuren", sagte der stellvertretende Leiter der Staatsanwaltschaft Stralsund, Sascha Ott.

Schließlich hätten so viele Indizien für eine Täterschaft des 21-Jährigen gesprochen, dass ein Haftbefehl ausgestellt worden sei. Durch eine spontane Äußerung des Mannes bei der Vollstreckung sei auch der 19-Jährige ins Visier von Polizei und Staatsanwaltschaft geraten.

Besonders brisant: Der jüngere soll nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung an der Trauerfeier der 18-Jährigen teilgenommen und ihren 16 Jahre alten Freund getröstet haben (TAG24 berichtete).

Nun hat sich auch die Mutter der ermordeten 18-Jährigen zu Wort gemeldet. Demnach hätte Maria ihren mutmaßlichen Killer über ihre beste Freundin kennengelernt. "Sie waren ja alle hier immer zusammen im Jugendclub und die besten Freunde. Sie haben zuerst auch bei mir in der Wohnung zusammen gefeiert. Später, als meine Tochter ausgezogen ist, waren sie in Marias Wohnung", sagte sie der "Bild"-Zeitung.

Als sie den Anruf von einer Freundin erhielt, habe sie sofort gewusst, dass er was mit dem Tod von Maria zu tun habe. "Ich habe Maria immer vor ihm gewarnt."

Derweil gehen die Ermittlungen weiter. Um den Tatverdacht zu erhärten, müssten weitere Spuren ausgewertet und Beweismittel wie die Tatwaffen gesucht werden. "Wir würden gern zeitnah Anklage erheben", sagte Ott. Die U-Haft darf in der Regel höchstens sechs Monate dauern.

Die Polizei sucht weiter nach den Tatwaffen.
Die Polizei sucht weiter nach den Tatwaffen.

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