Urteil im Fall Jasmin: Lebenslänglich für Disko-Mörder

Jasmins Mörder nahm am Freitag das Urteil entgegen.
Jasmins Mörder nahm am Freitag das Urteil entgegen.

Leipzig - Der Mörder von Jasmin K. (19) muss lebenslang ins Gefängnis. Am Freitag fiel am Leipziger Landgericht das Urteil.

Demnach wurde Sebastian S. (25) wegen Mordes in Tateinheit mit versuchter Vergewaltigung und Störung der Totenruhe für schuldig gesprochen.

Außerdem muss er an die Eltern von Jasmin 35.000 Euro Schadenersatz zahlen.

Richter Hans Jagenlauf sagte in der Urteilsbegründung: "Die Kammer ist sich sicher, dass sexuelle Motive ihr Handlen bestimmt haben."

Das Gericht kann nicht ausschließen, dass Jasmin bereits tot war, als sich Sebastian an ihr verging. Deshalb gab es keine Verurteilung wegen vollendeter Vergewaltigung, sondern wegen Störung der Totenruhe.

Strafmildernd wirkt sich aus, dass S. ein Geständnis ablegte, Reue zeigte und sich zum finanziellen Schadenersatz sofort bereit erklärte.

Deshalb verzichtete das Gericht, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Sebastian S. kann damit nach 15 Jahren wieder entlassen werden.

Sebastian S. war nach dem Besuch in der Frohburger Disko "Blue" von seiner langjährigen Bekannten mit dem Auto mitgenommen worden. Er hatte wohl schon lange ein Auge auf Jasmin geworfen.

In dieser Nacht ließ er seinen Begehrlichkeiten freien Lauf. Als Jasmin ihn abwies, drehte er durch.

So berichtete MOPO24 über den Fall:

FALL JASMIN: MORD-MOTIV WAR GIER NACH SEX

HIER GESTEHT JASMINS MÖRDER SEINE TAT!

Foto: Alexander Bischoff


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