Wurde aus dieser Mama eine Mörderin?

Adriana M. und ihr Bekannter Marcel S. auf der Anklagebank.
Adriana M. und ihr Bekannter Marcel S. auf der Anklagebank.

Von Ronny Licht

Mittweida - Wenn am Mittwoch vorm Landgericht Chemnitz der Tod von Sascha B. (28) verhandelt wird, stellt sich den Zuschauern wieder die Frage: Wie wurde aus der jungen Frau auf der Anklagebank ein Mensch, dem Mord vorgeworfen wird?

Dass sie Mörderin ist, davon ist die Staatsanwaltschaft überzeugt. Adriana M. (21), dunkelblonde Haare, schlank, hilfloser Blick. Mit angeklagt ist ihr Bekannter Marcel S. (23).

Jetzt erinnert sich ein Bekannter, Philipp (23) aus Mittweida, an die gemeinsame Zeit mit Adriana M.: „Wir waren im Freiwilligen Sozialen Jahr.“

2011, genau die Zeit, als sich die mutmaßliche Killerin und Sascha B. verliebten.

Adriana M. mit ihrem Kind.
Adriana M. mit ihrem Kind.

Doch schon bald bemerkte Philipp, dass etwas nicht stimmte: „Wir wussten, dass ihr Freund sie verprügelte, sahen die blauen Flecken. Doch sie konnte nicht loslassen. Sie hoffte, es würde besser werden.“

Als Adriana M. dann Zuflucht in Drogen suchte, Crystal kosumierte ging es abwärts. Selbst während ihrer Schwangerschaft 2012 nahm sie Drogen, gab dies auch in einem sozialen Netzwerk zu.

2014 machte sie einen Entzug. Philipp traf sie kurz darauf: „Sie war aufgeblüht, hatte sich von Sascha getrennt, eine Ausbildung zur Sozialassistentin begonnen. Ich dachte, es wäre alles gut.“

Doch der Streit um den Umgang mit der gemeinsamen Tochter eskalierte laut Anklage - Sascha B. wurde mit 36 Messerstichen getötet, den letzten soll ihm Adriana M. versetzt haben.

Philipp und Adriana sehen sich Mittwoch wieder - im Gerichtssaal 0.36.

Wie wurde aus der Mama eine Mörderin?
Wie wurde aus der Mama eine Mörderin?

Fotos: Hartelpress, privat


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