Vierfache Mutter mit Schloss erschlagen: Gericht erwartet Plädoyers

Flensburg - Im Mordprozess gegen einen Mann, der seine Frau in Flensburg mit einem Fahrradbügelschloss erschlagen haben soll, werden am Dienstag (13.30 Uhr) am Landgericht Flensburg die Plädoyers erwartet.

Vor dem Landgericht Flensburg wird der Fall verhandelt. (Archivbild)
Vor dem Landgericht Flensburg wird der Fall verhandelt. (Archivbild)  © Frank Molter/dpa

Sie sind nicht-öffentlich.

Der Angeklagte soll am 11. April 2019 trotz eines umfassenden Kontaktverbots zu seiner Frau gegangen und sie in deren Hausflur mit dem Schloss eingeschlagen haben.

Die 39-Jährige starb noch am Tatort.

Der in Untersuchungshaft sitzende Mann lebte getrennt von seiner Frau und den vier Töchtern, die zum Tatzeitpunkt 6, 10, 13 und 16 Jahren alt waren.

Die afghanische Flüchtlingsfamilie war laut Staatsanwaltschaft 2015 nach Deutschland gekommen.

Seit 2016 lebt sie in Flensburg.

Gerichtsakten liegen auf einem Tisch im Verhandlungssaal. (Symbolbild)
Gerichtsakten liegen auf einem Tisch im Verhandlungssaal. (Symbolbild)  © Carsten Rehder/dpa

Update, 19.58 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert. Sie sieht nach Angaben eines Gerichtssprechers die Mordmerkmale niedrige Beweggründe und Verdeckungsabsicht als gegeben an.

Die Nebenklage hat am Dienstag ebenfalls auf eine Verurteilung wegen Mordes plädiert.

Die Verteidigung sprach sich für eine Verurteilung wegen Totschlags aus. Hinsichtlich der Strafe hat sie den Angaben zufolge keinen konkreten Antrag gestellt. Die Plädoyers waren nicht-öffentlich.

Da die Kinder des Angeklagten in nicht öffentlicher Verhandlung vernommen worden sind, ist es nach Angaben des Gerichtssprechers gesetzliche Folge, dass die Schlussvorträge ebenfalls nicht-öffentlich sind.

Das Landgericht will sein Urteil am 27. Januar um 13.30 Uhr verkünden.

Titelfoto: Frank Molter/dpa

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