Tödliche Schüsse in Hamburg: Urteil im Mord-Prozess

Hamburg - Zwei Männer stehen im Prozess um einen Mord in Hamburg-Eppendorf vor dem Hamburger Landgericht. Am Mittwoch soll ein Urteil fallen.

Polizisten stehen in Eppendorf vor dem Haus, in dem die Schüsse fielen.
Polizisten stehen in Eppendorf vor dem Haus, in dem die Schüsse fielen.  © DPA

Angeklagt sind ein Albaner im Alter von 39 Jahren und ein 40-jähriger Kosovare.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen sie am frühen Morgen des 20. August vergangenen Jahres mit einem unbekannten Komplizen zur Wohnung ihrer beiden Bekannten gefahren sein, um dort einzubrechen und Wertgegenstände zu stehlen.

Im Treppenhaus sollen sie von dem späteren Opfer und seinem Mitbewohner überrascht worden sein. Der 39 Jahre alte Angeklagte soll daraufhin unvermittelt eine halbautomatische Kurzwaffe gezogen und auf sie geschossen haben (TAG24 berichtete).

Einer von ihnen sei von hinten in der Brust getroffen worden. Anwohner fanden ihn in der Nacht blutüberströmt in seiner Wohnung. Wenig später starb der Mann dann im Krankenhaus.

Die Staatsanwaltschaft hat nach Angaben der Gerichtspressestelle eine lebenslange Haftstrafe für den 39-Jährigen gefordert. Der 40-Jährige soll nach dem Willen der Anklagebehörde für zwei Jahre hinter Gitter.

Die Verteidigung plädierte, den jüngeren Angeklagten nicht länger als zweieinhalb Jahre in Haft zu schicken, und den älteren freizusprechen.

Update, 15.25 Uhr: Das Landgericht hat am Mittwochnachmittag den 39-jährigen Angeklagten zu 13 Jahren Haft verurteilt. Der 40-jährige Mitangeklagte erhielt eine Strafe von einem Jahr und fünf Monaten. Er habe sich der Beihilfe zum versuchten Diebstahl schuldig gemacht, sagte die Richterin.


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