Tödlicher Horror-Crash mit Jaguar: Bei den Eltern der Opfer fließen Tränen

Stuttgart - Im Mordprozess um einen Autounfall mit zwei Toten in der Innenstadt von Stuttgart werden am Montag (9 Uhr) erstmals auch die Eltern der beiden Opfer aussagen.

Das Wrack des Jaguars vor einer Gaststätte.
Das Wrack des Jaguars vor einer Gaststätte.  © SDMG

Sie treten vor dem Landgericht zudem als Nebenkläger auf.

Ein 20-Jähriger aus Stuttgart muss sich in dem Prozess dafür verantworten, an einen Abend im vergangenen März die Kontrolle über seinen gemieteten Sportwagen verloren und mit dem Auto einen Kleinwagen gerammt zu haben.

Vor dem Crash hatte der PS-starke Mietwagen des Deutschen den Angaben zufolge bis zu 165 Stundenkilometer auf dem Tacho. Die Anklage lautet auf Mord - es ist die erste derartige Anklage nach einem Raser-Unfall in Baden-Württemberg. (TAG24 berichtete)

In den Trümmern des Kleinwagens waren ein 25 Jahre alter Fahrer aus Nordrhein-Westfalen und seine 22 Jahre alte Freundin ums Leben gekommen.

Der Sportwagenfahrer und sein Beifahrer blieben unverletzt.

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Update 14.45 Uhr: Nun durften endlich die Eltern des verstorbenen Paares aussagen. Wirklich relevant für den Fall ist es zwar nicht, "aber bislang ist im Prozess immer nur von dem angeklagten Fahrer die Rede gewesen. Mit ihren Aussagen können die beiden ihren Kindern ein Gesicht geben", sagt Anwalt Christof Müller-Holtz, der die Eltern des getöteten Mannes vertritt.

Seit dem Tag des Unfalls schellt es jede Nacht", sagt der 55-jährige Vater des 25-jährigen Opfers, der gebeugt vor der Richterin im Stuttgarter Landgericht sitzt. Und immer wieder wird er erinnert an den Moment im vergangenen März, in dem die Polizei an seiner Haustür klingelte und ihm die furchtbare Nachricht überbrachte.

Die Mutter der 22-jährigen Toten bleibt lange stark, während sie der Richterin von ihrer Tochter erzählt. "Eine sehr fröhliche, sehr aufgeweckte junge Frau" sei sie gewesen, sportlich und reiselustig. "Sie war immer motiviert und wollte viel erreichen."

Dann bricht es aus der ganz in Schwarz gekleideten Frau heraus: "Ich vermisse sie schrecklich. Ich vermisse ihr Lachen und ihr Reden", schluchzt die Mutter aus Erkrath (Nordrhein-Westfalen). Auch Richterin Cornelie Eßlinger-Graf muss zum Taschentuch greifen. Bittere Tränen am Ende auch auf der Anklagebank, dort, wo der 20-Jährige bislang starr seinen Blick nach unten gerichtet hatte.

Update 13.15 Uhr: Im Stuttgarter Prozess um einen Raserunfall mit zwei Toten haben am Montag die Eltern der beiden Opfer ausgesagt. "Ich vermisse sie schrecklich. Ich vermisse ihr Lachen und ihr Rede", sagte die Mutter der getöteten 22-Jährigen aus Erkrath (Nordrhein-Westfalen) unter Tränen.

Die junge Frau und ihr 25 Jahre alter Freund waren bei dem Crash in der Stuttgarter Innenstadt im vergangenen März ums Leben gekommen.

Die zwei beschädigten Wagen nach dem tödlichen Raser-Unfall.
Die zwei beschädigten Wagen nach dem tödlichen Raser-Unfall.  © Kohls/SDMG/dpa

Titelfoto: Kohls/SDMG/dpa

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